Wut-Posting: Strache nennt Ludwig "widerlich"

Auf diesem Foto war noch alles in Ordnung zwischen den beiden: Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei der Eröffnung des Neustifter Kirtags am 17.08.2018.
Auf diesem Foto war noch alles in Ordnung zwischen den beiden: Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei der Eröffnung des Neustifter Kirtags am 17.08.2018.Bild: picturedesk.com
Im Bund aus dem Spiel, startet HC Strache offenbar schon in den Wien-Wahlkampf und attackiert Bürgermeister Ludwig scharf mit einem Posting.

HC Strache hat mit ein paar Tagen Verspätung auf die Rede von Bürgermeister Michael Ludwig beim SPÖ-Bundesparteirat am Wochenende reagiert.

Und das in Form eines bösen Facebook-Postings, in dem er Ludwig als "widerlich" bezeichnete. Warum? Weil Ludwig laut Darstellung Straches alle 1,3 Mio. FPÖ-Wähler als rechtsextrem bezeichnet haben soll. (Spoiler: das stimmt nicht so ganz. Lesen Sie weiter!).

Was steckt dahinter?

Startet Strache damit schon in den Wien-Wahlkampf für die Bürgermeisterwahl 2020? Möglich. Man kann es aber auch auf die bevorstehende Nationalratswahl beziehen, immerhin wurde die Rede, die Straches Wut auslöste, erst am Samstag gehalten.

Ludwig sprach bei jenem SPÖ-Bundesparteirat, bei dem die Partei die Bundesliste für die Nationalratswahl im Herbst fixierte. Er bezeichnete darin zwar nicht alle FPÖ-Wähler, aber dafür die Partei FPÖ kollektiv als rechtsextrem.

"Das sind Rechtsextreme"

Der Wiener Bürgermeister redete darüber, dass die SPÖ unter keinen Umständen auf Bundesebene mit der FPÖ koalieren werde. Denn: "Das sind nicht Rechtspopulisten, das sind Rechtsextreme."

Die hetzerische Politik, die die FPÖ mache, führe in letzter Konsequenz genau zu solchen Vorfällen wie jüngst in Salzburg, wo ein FPÖ-Funktionär 29 Mal von seinem Balkon in die Büsche schoss. (Mehr Infos hier!)

Ludwigs Rede vom Wochenende:

Auch Vilimsky meldet sich zu Wort

Nicht nur Strache, sondern auch die FPÖ kritisierte Ludwig scharf für seine Aussagen. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky sieht darin einen "Akt der Verzweiflung", der an "Unseriosität" nicht zu überbieten sei.

Das sei ein "undurchdachter Rundumschlag" gewesen von Ludwig, allein schon auch deswegen, weil die FPÖ in zwei Bundesländern Teil der Landesregierung (gemeinsam mit der SPÖ) sei. (csc)

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