Strache bekommt von FPÖ noch Auto und Bodyguard

Philippa Strache wird für die Nationalratswahl kandidieren. Ihr Mann will sie zu Wahlkampf-Veranstaltungen begleiten.
Philippa Strache wird für die Nationalratswahl kandidieren. Ihr Mann will sie zu Wahlkampf-Veranstaltungen begleiten.Bild: picturedesk.com
Ex-FPÖ-Chef HC Strache hat zurzeit kein Einkommen. Um Auto und Sicherheitspersonal muss er sich dennoch keine Sorgen machen.
HC Strache antwortet seit dem Ibiza-Skandal spärlich und wenn überhaupt nur schriftlich auf die Fragen österreichischer Zeitungen. Dem "Kurier" hat er ein Interview per E-Mail gegeben, in dem er unter anderem verrät, dass er derzeit nur von seinem Ersparten lebt.

"Zurzeit bestreite ich meinen Lebensunterhalt aus privaten Rücklagen", sagt Strache. Einen Beratervertrag mit seiner Partei habe er nicht.

"Gefährdungslage"



CommentCreated with Sketch.45 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Sein fahrbarer Untersatz jedenfalls belastet das Familienbudget nicht. Der ehemalige Vizekanzler verrät, dass er - wohl von der FPÖ - ein Auto inklusive Bodyguard gestellt bekommt. Als Grund gibt er eine nicht näher konkretisierte Bedrohung gegen ihn und seine Familie an: "Aufgrund einer andauernden Gefährdungslage zulasten meiner Person und Familie wurde mir ein Fahrzeug und Sicherheitsbegleitung zur Seite gestellt", so Strache.

Seine Tage verbringt Strache derzeit viel mit Anwälten und Mitarbeitern einer Task-Force, die die Hintergründe rund um die Erstellung des Ibiza-Videos aufklären soll. Dabei sieht Strache Fortschritte, man nähere sich "unaufhaltsam dem Ziel einer Aufklärung".

"Politischer Auftrags-Rufmord"



Den ganzen Skandal bezeichnet er drastisch als "politischen Auftrags-Rufmord". Dass er nach wie vor viele Wähler hinter sich hat, erklärt er so: "Viele Menschen erkennen, dass mir massives Unrecht angetan wurde".

Viele seiner Fans würden sich jedenfalls ein politische Comeback von HC Strache wünschen, dass er sich scheinbar auch selbst vorstellen kann. Er will "stärker und gefestigter denn je" aus der Krise zurückkommen.

In der Sprache der Fans



Strache sendet im Interview auch Signale an seine Fan-Base auf Facebook. Auf die Frage, ob er es für richtig hält, dass die FPÖ im Ausland zuweilen als "rechtsextrem" bezeichnet, sagt er: "Die FPÖ ist sicher nicht extrem. Wenn, hat sie nur in vielen Punkten extrem oft recht. Das gefällt manchen Andersdenkenden nicht."

Das "extrem oft recht" haben ist dabei eine Formulierung, die sich auch bei Straches Fans auf Facebook oft liest. Sie ziehen damit den Begriff "rechtsextrem" ins Lächerliche, indem sie - sinngemäß - argumentieren: "Sicher bin ich rechtsextrem, weil ich hab einfach extrem oft recht."

Telefonate mit Hofer und Co.



Mit dem aktiven Teil der FPÖ-Führungsriege pflegt Strache jedenfalls noch Kontakt. Er telefoniert nicht nur mit Norbert Hofer und Herbert Kickl, man treffe einander auch persönlich.

Seine Frau Philippa will er im Wahlkampf aktiv auf Facebook und bei Wahlveranstaltungen unterstützen - "wenn sie mich mitnimmt", schränkt er allerdings ein.



(csc)

Nav-AccountCreated with Sketch. csc TimeCreated with Sketch.| Akt:
ÖsterreichNewsPolitikFPÖHeinz-Christian StracheCausa Strache

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema

CommentCreated with Sketch.Kommentieren