Mit rund 100 km/h und Orkan-artigen Böen fegte das Sturmtief Ylenia am Donnerstag durch Niederösterreich. Bis Mittag waren es rund 150 Einsätze für die Florianis im Land, auch am frühen Nachmittag standen die Feuerwehren noch vielerorts im Einsatz um Sturmschäden zu beseitigen.
Einer der folgenreichsten Sturmschäden passierte in den Morgenstunden auf der A2. Wie berichtet kippte bei Wiener Neudorf in Richtung Graz ein Lkw mit Anhänger um, blockierte alle vier Fahrspuren. Es entstand schnell ein langer Stau - mehr dazu hier.
Auch auf der B17 im Gemeindegebiet von Schönau an der Triesting (Bezirk Baden) erfassten Windböen einen Planen-Lkw-Zug und drückten ihn regelrecht von der Fahrbahn. Dabei touchierte dieser mehrere Bäume und kam im Straßenbankett zum Stillstand. Der Anhänger geriet dabei in Schräglage und drohte umzustürzen. Die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren bargen mit zwei Seilwinden das Schwerfahrzeug. Für die Dauer der Bergung musste die B17 im Unfallbereich gesperrt werden.
In Pfaffstätten musste die Feuerwehr aus dem Wr. Neustädter Kanal ein verwehtes Trampolin bergen und bei einem Gebäude lose Dachziegel sichern. In Möllersdorf rückte die Feuerwehr zu einem Sicherungseinsatz aus, nachdem sich beim einem Wohngebäude Metallelemente im Dachbereich lösten.
In St. Leonhard (Bezirk Melk) deckte der Sturm das Dach der Kirche teilweise ab. Die Feuerwehr St. Leonhard sicherte das Element und sperrte das Gebiet ab. In Mank stürzte ein Baum über die Straße und musste von der Feuerwehr beseitigt werden. In Kilb musst die Feuerwehr ebenfalls einen Baum, der auf die Straße gestürzt war, entfernen.