Wenn Metroidvania auf Pinball trifft

So putzig und weitläufig war eine Flipper-Partie noch nie. Dieses Indie-Game kreuzt zwei Genres, von denen man nie geahnt hätte, dass sie zusammenpassen.
Pinball-Tische sind in sich geschlossene Einheiten, aus denen der Ball nicht ausbrechen kann – zumindest war das bis jetzt so! Denn Yoku's Island Express sprengt die Ketten und verbindet Flipper-Gameplay mit einer Welt, die in Metroidvania-Manier haufenweise Geheimnisse bereithält.

Neu auf der Insel

Man spielt den kleinen Mistkäfer Yoku, der den Job des Briefträgers auf einer kleinen Insel übernommen hat. Diese präsentiert sich als offene Welt, durch die man sich nicht hüpfend, sondern flippernd bewegt. Denn überall sind Rampen und Flipper-Hebel verstreut, die unzählige kleine Tische ergeben, die es zu bezwingen gilt, wenn man vorankommen will.

Das spaßige Gameplay mit überzeugender Ballphysik erfordert mitunter fast frustrierend präzises Timing. Die clever konstruierten "Räume" bieten abwechslungsreiche Aufgaben, etwa das Aufsammeln von violetten Edelsteinen, um eine Tür zu öffnen. Andere Tische kommen sogar als Multi-Ball-Bosskämpfe daher.

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"Laufwege"

Bis man das Schnellreisesystem freigeschaltet hat, muss man die Insel immer wieder überqueren und dabei die immer gleichen "Tische" spielen. Hier hätte dem Spiel ein wenig mehr Feinschliff gut getan, um die häufigen "Laufwege" einzudämmen. Immerhin sind die Skillshots oft gar nicht so einfach zu treffen.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Trotzdem sprüht Yoku's Island Express nur so vor Charme. Die Persönlichkeit quillt aus jeder Pore der niedlich animierten Charaktere – die Umgebung ist ein Traum und erinnert an eine (weniger verfeinerte) Version der Welt von Ori and the Blind Forest. Hinzu kommen niedliche Brabbelstimmen der Inselbewohner und die fröhliche Musik mit Gute-Laune-Garantie.

Botenjunge

Die etwa siebenstündige Kampagne hält jede Menge Haupt- und Nebenaufgaben bereit. Immer wieder treten die Inselbewohner mit mehr oder weniger verrückten Bitten an Yoku heran – egal ob Schnecken verjagen oder Pilzsporen ausstreuen. Zusätzlich öffnen sich mit dem Fortschritt immer mehr alternative Passagen und geheime Bereiche, in denen allerlei Sammelobjekte eingesackt werden können.



Fazit: Bezaubernd

Yoku's Island Express ist zutiefst charmanter Metroidvania-Flipper, von dem man nicht einmal wusste, dass man ihn unbedingt spielen möchte. Das Gameplay ist manchmal etwas knifflig und etwas weniger Backtracking hätte es auch sein dürfen, doch dafür entschädigen die zuckersüße Optik und der fröhliche Soundtrack.

(lu)

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