Im Gemeindegebiet von Gaming kam es, wie berichtet, am 12. Juli 2026, gegen 11.45 Uhr, zu einem fürchterlichen Flug-Unglück – zwei Menschen starben, zwei wurden schwer verletzt.
Das Kleinflugzeug, das vom Flugplatz Seitenstetten gestartet war, stürzte mit vier Personen an Bord aus bislang unbekannter Ursache in unwegsamem Gelände ab.
Für den 47-jährigen Piloten und seine 47-jährige Passagierin kam jede Hilfe zu spät – sie erlagen laut Polizeiangaben noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Ein 41-jähriger Mann sowie eine 15-jährige Jugendliche erlitten Verletzungen unbestimmten Grades.
Ein Großaufgebot an Polizei, Rettung, Bergrettung und Feuerwehr stand im Einsatz. Nun schildern Einsatzkräfte der Bergrettung den Ablauf.
Die Bergrettung NÖ/Wien stand mit 13 Bergrettern im Einsatz: "Aufgrund des steilen und schwer zugänglichen Geländes war ein rasches und eng abgestimmtes Vorgehen aller beteiligten Einsatzorganisationen erforderlich", heißt es seitens der Bergrettung.
Der erste Ersthelfer an der Unfallstelle, der unmittelbar nach seinem Eintreffen mit der medizinischen Erstversorgung der verletzten Personen begann, "konnte in diesem Fall wichtige lebenserhaltende Maßnahmen setzen". Kurz darauf übernahmen die Bergrettungsärzte die weitere notfallmedizinische Versorgung bis zum Abtransport der Verletzten.
Weiter heißt es: "Neben der medizinischen Versorgung war eine alpinistische Absicherung des Einsatzraumes für alle weiteren eintreffenden Einsatzkräfte unabdingbar. Mittels Seilgeländern und weiterer Sicherungssysteme schufen die Bergretter die Voraussetzungen dafür, dass Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und alle weiteren Einsatzkräfte im steilen Gelände sicher arbeiten konnten."
Michael Stulik, Einsatzleiter der Bergrettung Lackenhof, schildert den Einsatz: "Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, war sofort klar, dass jede Minute zählt. Unsere Bergretter begannen unmittelbar mit der Erstversorgung, ehe unsere Bergrettungsärzte die weitere medizinische Versorgung übernehmen konnten."
Und weiter: "Gleichzeitig war die Sicherung des steilen Geländers für alle eingesetzten Organisationen unabdingbar. Somit konnten die Verletzten so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone gebracht werden, um ihnen die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen. Jeder Handgriff musste sitzen und dafür danke ich sowohl unserem Einsatzteam als auch den anderen Einsatzorganisationen vor Ort. Gerade bei einem Einsatz dieser Dimension und unter den schwierigen Geländebedingungen zeigt sich, wie wichtig eingespielte Abläufe und gegenseitiges Vertrauen sind."
Das Landeskriminalamt Niederösterreich (Ermittlungsbereich Leib/Leben und Assistenzbereich Tatort) hat laut der Landespolizeidirektion die Erhebungen zur Unfallursache übernommen. Zudem wurde die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes in die Erhebungen eingebunden.