Zu einem schweren Flugunfall ist es am Sonntag zur Mittagszeit bei Gaming (Bezirk Scheibbs) gekommen. Der Pilot (47) und eine gleichaltrige Passagierin starben bei dem Flug-Unglück.
Polizeisprecher Stefan Loidl bestätigte am frühen Nachmittag gegenüber "Heute": "Der Vorfall passierte gegen 11.50 Uhr in unwegsamem Gelände."
Laut ersten Informationen befanden sich an Bord des Kleinflugzeuges vier Personen, es soll sich dabei um zwei Männer und zwei Frauen aus dem Bezirk Amstetten handeln. Zwei Menschen kamen ums Leben, die anderen beiden wurden schwer verletzt.
Der Absturz ereignete sich am Zellerrain in der Katastralgemeinde Neuhaus – an der Grenze zur Steiermark. Die Maschine ging in einem schwer zugänglichen, felsdurchsetzten Waldgebiet nieder.
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte zur Unglücksstelle aus. Neben Rettung und Feuerwehr standen auch Polizei, Bergrettung sowie zwei Notarzthubschrauber im Einsatz.
Nach Angaben der Rettung war das einmotorige Propellerflugzeug mit zwei Männern und zwei Frauen besetzt.
Die beiden schwerverletzten Passagiere – ein Mädchen (15) und ein Mann (41) – wurden mit den ÖAMTC-Notarzthubschraubern "Christophorus 15" und "Christophorus 3" in die Krankenhäuser Amstetten und Linz geflogen. Das Mädchen nach Linz, der Mann nach Amstetten – so die ersten Informationen. Beide Personen wurden am Nachmittag mittels Tau gerettet. Bei den Opfern handelt es sich laut "Heute"-Informationen um den Piloten (47) und eine Passagierin (ebenfalls 47).
Wie der "Kurier" berichtet, war das Flugzeug Sonntagfrüh vom Flugplatz der Flugunion Seitenstetten-Biberbach im Bezirk Amstetten zu einem Rundflug in Richtung Oberösterreich und Salzkammergut gestartet.
Die Präsidentin der Flugunion zeigte sich gegenüber "Heute" geschockt von den Ereignissen. "Wir wissen noch viel zu wenig." Das Unglück sei "ganz große Sch*ße“, es müsse sich offenbar um unwegsames Gelände gehandelt haben. Der Absturz sei eine Tragödie.
Bei der verunglückten Maschine dürfte es sich um eine viersitzige Piper PA-28 Archer handeln. Der Flugzeugtyp wird unter anderem als Schulungs- und Reiseflugzeug eingesetzt. Die Alarmierung erfolgte gegen Mittag. Laut Einsatzkräften hatten Feuerwehrleute, die sich zufällig mit einem Einsatzfahrzeug in der Nähe befanden, den Absturz beobachtet.
Die Ursache des Unglücks ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen der zuständigen Behörden zur Absturzursache laufen.
Laut "Krone" könnte es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben. Zeugen sollen auffällige Motorengeräusche gehört haben.
Während des laufenden Einsatzes kam es zudem bei einem Feuerwehrkameraden zu einem internistischen Notfall. Er wurde umgehend medizinisch versorgt und ebenfalls mit einem Rettungshubschrauber in das Landesklinikum Scheibbs transportiert.
Seitens der Feuerwehr standen insgesamt sechs Feuerwehren mit rund 90 Kameraden sowie 15 Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Alarmiert wurden die Feuerwehren Lackenhof, Gaming, Lunz am See, Göstling an der Ybbs, Mitterbach und Mariazell.
Der Einsatz ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Die Unfallstelle muss zunächst von der zuständigen Flugunfallkommission freigegeben werden, bevor mit der Bergung des völlig zerstörten Flugzeuges begonnen werden kann – wie lange der Einsatz noch andauern wird, ist derzeit nicht abschätzbar. Das Landeskriminalamt NÖ übernahm die Ermittlungen.