Home Invasion in NÖ

Täter schlugen auf Seniorin ein – 120 Euro Beute

Nach einer brutalen Home-Invasion gegen eine 88-Jährige in Langenzersdorf konnte nun auch der zweite mutmaßliche Täter ausgeforscht werden.
Niederösterreich Heute
12.07.2026, 07:00
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Eine brutale Home-Invasion in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) beschäftigt die Ermittler seit Dezember 2025. Nun gelang dem Landeskriminalamt Niederösterreich ein entscheidender Ermittlungserfolg.

Am 18. Dezember 2025 verschafften sich zwei zunächst unbekannte Männer unter dem Vorwand, Installateurarbeiten durchführen zu müssen, Zutritt zum Einfamilienhaus einer damals 88-jährigen Frau.

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Unmittelbar nach dem Betreten des Hauses griffen die Täter die Pensionistin an. Sie wurde zu Boden gestoßen, mit Bettlaken und Kleidungsstücken gefesselt und misshandelt.

Beute: lediglich 120 Euro

Während einer der Täter die Frau mit Schlägen und Tritten unter Kontrolle hielt, durchsuchte der Komplize das Wohnhaus nach Wertgegenständen. Letztlich erbeuteten die Männer lediglich einen geringen Bargeldbetrag, nämlich 120 Euro.

Um einen Notruf zu verhindern, nahmen die Täter das Mobiltelefon der Frau mit und trennten das Festnetztelefon von der Stromversorgung. Anschließend ließen sie die schwer verletzte Frau gefesselt zurück und flüchteten.

Die 88-Jährige konnte sich kurze Zeit später selbst befreien und einen Nachbarn verständigen. Dieser alarmierte die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ohne Erfolg.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Raub- und Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich. Dabei geriet ein damals 18-jähriger serbischer Staatsbürger ins Visier der Ermittler.

DNA-Abgleich brachte Durchbruch

Der Verdächtige war am 8. April 2026 in Wien bei einer versuchten Home-Invasion auf frischer Tat festgenommen worden. Ein DNA-Abgleich brachte ihn schließlich mit dem Überfall in Langenzersdorf in Verbindung.

Bei seiner Einvernahme zeigte sich der 18-Jährige umfassend geständig. Zu seinem Komplizen machte er zunächst jedoch nur ungenaue Angaben.

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Durch umfangreiche Ermittlungen in Serbien unter Koordination des Verbindungsbeamtenbüros Belgrad konnten schließlich entscheidende Hinweise auf den zweiten Täter gewonnen werden. Der 18-Jährige identifizierte diesen als einen zur Tatzeit 51-jährigen serbischen Staatsbürger.

Europäischer Haftbefehl

Die Staatsanwaltschaft Wien erließ daraufhin einen Europäischen Haftbefehl. Der 51-Jährige wurde am 3. Juli 2026 in Bosnien festgenommen und befindet sich derzeit in Auslieferungshaft.

Die Pensionistin erlitt bei dem brutalen Überfall zahlreiche Hämatome sowie Verletzungen an Rücken und Wirbelsäule. Sie musste insgesamt 16 Tage in zwei Krankenhäusern behandelt werden und war danach auf Pflege angewiesen. Mittlerweile lebt sie wieder in ihrem Haus, muss aber regelmäßig betreut werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.07.2026, 07:00
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