Gut zwei Wochen nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Mittlerweile sind es mehr als 4.300 Tote.
Seit dem Unglück am 24. Juni wurden laut Parlamentspräsident Jorge Rodríguez, dem Bruder von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez, insgesamt 4.333 Todesopfer gezählt. Das hat er am Samstag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben.
Am Tag davor hatte er noch von 4.118 Toten gesprochen. Tausende Menschen werden noch immer vermisst. Wie viele es genau sind, dazu nennt die Regierung weiterhin keine Zahlen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 50.000 Menschen vermisst werden könnten.
Andere Schätzungen gehen eher von rund 10.000 Vermissten aus. Eines ist leider klar: Die Zahl der Todesopfer wird wohl noch weiter steigen. Die beiden Beben mit den Stärken 7,2 und 7,5 haben Venezuela am 24. Juni innerhalb von nur 39 Sekunden erschüttert.
Besonders schlimm getroffen hat es den Bundesstaat La Guaira nördlich von Caracas, wo auch die gleichnamige Hafenstadt liegt. Laut Parlamentspräsident Rodríguez leben dort jetzt mehr als 19.000 Menschen in provisorischen Lagern.