Die NASA hat ihre Weltraumsonde New Horizons nach 321 Tagen im Ruhemodus erfolgreich geweckt. Die Sonde befindet sich derzeit etwa 9,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt – Signale brauchen fast neun Stunden, um sie zu erreichen.
Während der langen Ruhephase war New Horizons nicht völlig inaktiv. Die Instrumente haben weiter Daten gesammelt und einmal pro Woche meldete sie ihren Status zur Erde.
Wie "heise.de" berichtet, soll die Sonde nun wissenschaftliche Daten zur Erde schicken, die sie am Rand des Sonnensystems im sogenannten Kuipergürtel gesammelt hat. Die Ruhepausen dienen laut NASA der Schonung von Ressourcen.
New Horizons wurde Anfang 2006 gestartet und passierte am 14. Juli 2015 als erste Sonde überhaupt den Zwergplaneten Pluto in nur 12.500 Kilometern Abstand. Später erreichte sie als erstes menschengemachtes Objekt den Himmelskörper Arrokoth im Kuipergürtel.
Die Sonde hat unter anderem dabei geholfen, die größte Parallaxmessung der Geschichte vorzunehmen und die Hintergrundhelligkeit des Universums zu analysieren. Dabei sorgte sie für eine Überraschung.
In der neuen Aktivitätsphase soll auch ein Software-Update abgeschlossen werden, das den Betrieb der Mission erleichtern soll. New Horizons wurde bereits auf eine aktualisierte Autonomie-Logik umgestellt, die für Einsätze in größerer Entfernung zur Sonne gedacht ist.
Damit wird der verringerten Energiezufuhr und der längeren Signallaufzeit Rechnung getragen. Ein neues Zielobjekt hat die Sonde nicht mehr im Visier – sie widmet sich der Untersuchung der Wechselwirkung der Sonne mit dem interstellaren Raum.