Ein dramatischer Vorfall in London sorgt für Aufsehen: Jane Ouartsi, Ende 60, wurde in einer Fußgängerzone von einem elektrischen Leihrad der Firma Lime erfasst. Ein etwa zehnjähriges Kind war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und prallte mit dem Bike gegen die Frau.
Bei dem Zusammenstoß erlitt Ouartsi Brüche am Schlüsselbein, an der Wirbelsäule und am Oberschenkel. "Ich spürte, wie meine Wirbelsäule und mein Körper rissen, und ich dachte, mein Leben sei vorbei", schildert sie den Moment des Aufpralls.
Wie "The Guardian" berichtet, verbrachte die Frau nach drei Operationen über einen Monat im Krankenhaus. "Ich bestehe aus Schrauben und Muttern. Ich musste wieder laufen lernen wie ein Baby", sagt Ouartsi.
Seit drei Jahren versucht ihr Partner Dave Mathias, eine Entschädigung von Lime zu bekommen – bisher ohne Erfolg. Der Anbieter argumentiert, das Rad sei gestohlen gewesen. Daher gebe es keine offiziellen Fahrtdaten.
Das Problem: Das Kind und seine Erziehungsberechtigten verließen den Unfallort, bevor die Polizei kam. Ohne den Namen des Fahrers kann kein Versicherungsanspruch geltend gemacht werden.
Mathias stellt klar, dass sie nicht vorhaben, ein Kind oder dessen Mutter anzuzeigen – aber für die Versicherung brauchen sie einen Namen.
Der Fall ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen verunglücken mit E-Bikes. Experten raten zu vorausschauender Fahrweise, angepasstem Tempo und ausreichend Abstand. Besonders wichtig: gute Sichtbarkeit durch Beleuchtung und Reflektoren.