Wer unter 75 Jahre alt und gesund ist, braucht laut der deutschen Stiko keine regelmäßige Corona-Impfung mehr. Die Kommission hat ihre Empfehlungen angepasst.
Auch der ideale Zeitpunkt für den Piks wurde geändert: Statt wie bisher im Herbst soll man sich nun im Spätsommer oder Frühherbst impfen lassen. Der Grund: Dann beginnt jedes Jahr die Corona-Welle, und die Wirksamkeit der Impfstoffe lässt mit der Zeit stark nach.
Wie der "Spiegel" berichtet, sollen sich Menschen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten, unter gewissen Umständen weiter boostern lassen. Das gilt etwa für Personal in Notaufnahmen und auf Intensivstationen sowie in Pflegeeinrichtungen.
Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche empfiehlt die Stiko schon länger keine Impfung mehr.
Schwangeren wird derzeit keine weitere Auffrischimpfung empfohlen – es sei denn, sie haben eine Grunderkrankung oder während der Schwangerschaft tritt eine Komplikation wie Diabetes oder Bluthochdruck auf.
Die Stiko räumt dabei ein, mit ihren Empfehlungen aber nicht mehr so richtig durchzudringen: Der bisherige Rat an alle über 60 Jahre, sich eine Auffrischimpfung zu holen, wurde von weniger als einem Viertel der Bevölkerung befolgt. In der Saison 2024/2025 waren es sogar nur noch 13 Prozent.
Die meisten Menschen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus kommen oder sogar daran sterben, sind laut der STIKO über 75 Jahre alt. Daher konzentriere man sich nun auf diese Risikogruppe.