Impfstoffhersteller spart ein

Nach Corona-Boom – Biontech streicht bis zu 1.860 Jobs

Der Impfstoffhersteller schließt mehrere Standorte und kehrt zu seinen Wurzeln in der Krebsforschung zurück. Der Betriebsrat ist empört.
Newsdesk Heute
16.05.2026, 09:04
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Biontech-Mitbegründer Ugur Sahin hat bei der Hauptversammlung den vom Jobabbau betroffenen Beschäftigten Unterstützung zugesagt.

"Uns ist sehr bewusst, wie tiefgreifend solche Entscheidungen für unsere Mitarbeitenden und ihre Familien sind", erklärte Sahin. Allen Betroffenen würden sozialverträgliche Lösungen angeboten.

Das Management hatte vor wenigen Tagen angekündigt, wegen Überkapazitäten und Kosteneinsparungen mehrere Produktionsstandorte zu schließen. Betroffen sind Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie Standorte des übernommenen Konkurrenten Curevac.

Wie NTV berichtet, könnten bis zu 1.860 Stellen von den Maßnahmen betroffen sein. Bei Curevac allein sind rund 820 Jobs bedroht – größtenteils am Hauptsitz in Tübingen.

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Der Betriebsrat wirft der Unternehmensführung mangelnde Kooperation bei der Suche nach einem Investor vor.

Zurück zur Krebsforschung

Die geplanten Standortschließungen sind die Folge der veränderten strategischen Ausrichtung. Nach der Corona-Pandemie habe man den Fokus wieder konsequent auf die Onkologie gelegt, so Sahin: "Dort liegen unsere wissenschaftlichen Wurzeln, unsere größte Stärke."

Biontech verfüge mittlerweile über mehrere Produktkandidaten mit großem Potenzial bei verschiedenen Krebsarten in zulassungsnahen Studien. Ziel sei, bis zum Jahr 2030 mehrere Krebsmedikamente zur Zulassung zu bringen.

Sahin hatte Biontech 2008 mit seiner Frau Özlem Türeci gegründet und wird das Unternehmen Ende dieses Jahres verlassen.

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