Die Nachricht sorgt weltweit für Schlagzeilen: Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und seine Frau Özlem Türeci verabschieden sich von dem Unternehmen, das sie während der Corona-Pandemie weltberühmt machte.
Spätestens Ende des Jahres laufen ihre aktuellen Dienstverträge aus – dann wollen die Eheleute ein völlig neues Biotechnologie-Unternehmen gründen. Ihr Fokus: die Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis.
Biontech teilte mit, dass die Gründer ihre mRNA-Technologien und Rechte in das neue Unternehmen einbringen werden. Im Gegenzug erhält Biontech eine Minderheitsbeteiligung und Lizenzgebühren sowie Meilensteinzahlungen für erreichte Entwicklungsschritte. Eine verbindliche Vereinbarung soll in den nächsten Wochen unter Dach und Fach sein.
Sahin blickt optimistisch auf den neuen Schritt: "Özlem und ich wollen ein weiteres Mal als Pioniere neue Wege beschreiten. Es sei schon immer unsere Vision gewesen, Wissenschaft in Fortschritte für Patientinnen und Patienten zu überführen. Nun biete sich die Chance, die nächste Generation an Innovationen zu erschließen."
Die Geschichte der beiden Impfstoff-Pioniere begann 2008 mit der Gründung von Biontech, damals noch mit Fokus auf Krebstherapien.
Die Corona-Pandemie katapultierte das Unternehmen in den globalen Fokus: In Rekordzeit entwickelten sie gemeinsam mit Pfizer den ersten zugelassenen mRNA-Impfstoff gegen Covid-19.
Biontech boomte, doch die Pandemie-Milliarden sind inzwischen Geschichte: 2025 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 1,12 Milliarden Euro, während der Umsatz auf 2,87 Milliarden Euro stieg. Das Geschäft läuft weiter, der Schwerpunkt liegt wieder auf Krebs- und mRNA-Therapien.