Am Dienstag gab es eine aktuelle Aussprache im Gesundheitsausschuss des Nationalrats. Um den vielen Herausforderungen zu begegnen, wurde von der Regierung eine "Reformpartnerschaft" initiiert, diese soll Ende April erste Ergebnisse liefern.
Staatssekretärin Königsberger-Ludwig umriss vor den Abgeordneten einige Neuerungen, die sich vor allem auf neue Mittel und deren Vergabe beschränken. Ein weiterer wichtiger Eckpunkt sei die Weiterentwicklung der Gesundheitshotline 1450 und der Primärversorgungseinheiten. Auch sollen wieder mehr Wahlärzte ins Kassensystem zurückgeholt werden.
Zu einer hitzigen Debatte kam es im Anschluss anlässlich der Berichte über eine parlamentarische Anfrage der FPÖ zu "Spitalstouristen". Rudolf Silvan (SPÖ) sprach von "menschenverachtenden" Aussagen. Außerdem seien in der betroffenen Gruppe auch Versicherte und Selbstzahler enthalten.
Ähnlich emotional ging es – immer noch – beim Thema Corona her. Aufgrund von Abnahmeverpflichtungen wurden 2025 1,5 Millionen COVID-19-Impfdosen erhalten, 2026 kommen wieder 270.000 Dosen. Die FPÖ sieht darin naturgemäß "horrende Verschwendung von Steuergeld".
Denn weit nicht all diese Dosen werden verimpft. Im Berichtszeitraum Jänner bis August 2025 fielen 2,9 Millionen Euro an Entsorgungskosten an. Darin seien alle für die entsorgten Impfstoffe notwendigen Leistungen, wie die langzeitige Lagerhaltung, beinhaltet, betonte Königsberger-Ludwig.
Generell hat sich die Corona-Impfung mittlerweile zunehmend in den niedergelassenen Bereich verlagert. So würden 2025/2026 90 % aller Impfungen in diesem Sektor verabreicht.