Mit Seitenhieb auf Kickl

Kanzler-Rede vor 250 Gästen zu Aufschwung und Asyl

Vor 250 Parteigranden will Kanzler Stocker am Freitag inhaltliche Pflöcke einschlagen – pointierte Ansagen inklusive. "Heute" hat die ersten Details.
Clemens Oistric
27.01.2026, 20:00
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"Aufschwung" – das soll das geflügelte Wort bei der ersten programmatischen Rede von Bundeskanzler Christian Stocker (65) seit seiner Wahl zum VP-Chef im März 2025 werden.

VP-Neujahrstreffen

Die gut einstündige Ansprache findet in der Wiener METAStadt im 22. Bezirk statt. 250 Spitzenfunktionäre (Minister, Landeshauptleute, Abgeordnete aus Bund und Ländern) der Volkspartei sind am Freitag geladen.

Ihr Kommen haben etwa auch Stockers Amtsvorgänger Alexander Schallenberg und die früheren Vize-Regierungschefs Michael Spindelegger und Wilhelm Molterer avisiert. Ein Wiedersehen gibt es auch mit den Ex-Ministerinnen Maria Rauch-Kallat und Ursula Plassnik.

Worum es geht

Wie "Heute" aus dem Umfeld des ÖVP-Chefs erfahren hat, wird Christian Stocker seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Themen Wirtschaft, Sicherheit und Gesellschaft legen. Themen unter anderem: das geplante Social-Media-Verbot für Kinder und ein harter Asylkurs. Insider erwarten eine scharfe Abgrenzung zur Linie der SPÖ, die zwar immer wieder Vermögenssteuern propagiere, aber darauf verweise, dass sie aktuell nicht im Regierungsprogramm paktiert seien. Einen argumentativ ähnlichen Weg könnte Stocker am Freitag wählen.

Seitenhieb auf Kickl

Aus Sicht des Bundeskanzlers hat sich die internationale Weltordnung grundlegend verändert, vernimmt "Heute" von seinen Strategen. Österreich müsse sich in einer veränderten Welt neu aufstellen. Stocker tritt für "einen klar proeuropäischen Kurs" und zusätzliche strategische Partnerschaften, etwa durch das neue Freihandelsabkommen mit Indien, ein.

Auch ein Seitenhieb auf Kickl wird erwartet: Wirtschaftswachstum entstehe durch Partnerschaften, nicht durch Verzwergung.

Positiv-Erzählung

Oberstes Kanzler-Ziel: "Zuversicht vermitteln!" Stocker möchte die Gelegenheit nützen, "um den Glauben an ein wohlhabendes, innovatives und lebenswertes Österreich der Zukunft zu stärken". Immer wieder hat er in den vergangenen Monaten bereits darauf verwiesen, dass die Geschichte zeige, dass Österreich aus Krisen stets gestärkt hervorgegangen ist.

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