"Heuchelei"

35.000 € für Flüge – Wirbel um Klima-Trip von Minister

Die Kosten für eine Reise von Klimaminister Norbert Totschnig zur Klimakonferenz nach Brasilien sorgen für politischen Wirbel.
Newsdesk Heute
27.01.2026, 13:29
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Teure Flüge, offene Rechnungen und scharfe Kritik aus der Opposition: Eine Reise von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) zur Klimakonferenz in Brasilien sorgt für politischen Zündstoff. Auslöser ist die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ – und die hat es aus Sicht der Freiheitlichen in sich.

Alleine Flugtickets kosteten fast 35.000 Euro

FPÖ-Umweltsprecher Thomas Spalt spricht von einem "Skandal sondergleichen und nicht zu überbietende Heuchelei". Laut Anfragebeantwortung schlugen allein die Flugtickets für den Minister und seine zehnköpfige Begleitdelegation mit exakt 34.714,21 Euro zu Buche. Wie hoch die gesamten Kosten der Reise sind, ist bislang jedoch nicht bekannt – eine Endabrechnung liegt laut Ministerium noch nicht vor.

Besonders stößt dem Freiheitlichen die aus seiner Sicht fehlende Sparsamkeit auf. "Während die schwarz-rot-pinke Verlierer-Koalition den Österreichern mit Klima-Steuern und Verboten das Leben zur Hölle macht, gönnt sich der zuständige Minister einen Luxus-Trip nach Brasilien. Allein fast 35.000 Euro für Flüge. Das ist die typische Doppelmoral dieser Systemparteien: Wasser predigen und selbst den teuersten Wein auf Kosten der Steuerzahler trinken. Von den Bürgern verlangt man Verzicht, während die eigene Polit-Elite um die Welt jetten darf!", so Spalt.

"Es ist ein unfassbarer Skandal"

Angesichts von Inflation und Budgetkrise sei die Reise eine Provokation. "Es ist ein unfassbarer Skandal, dass eine elfköpfige Delegation auf Steuerzahlerkosten um den halben Globus jettet, um sich auf einer Konferenz die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Und das Schlimmste ist: Die fast 35.000 Euro für die Flüge sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Gesamtkosten für diesen Klima-Ausflug sind laut Ministerium noch nicht einmal bekannt!", kritisierte der FPÖ-Politiker.

Auch die CO₂-Kompensation von rund 700 Euro sei für ihn nicht glaubwürdig. "Die CO2-Kompensation von lächerlichen 700 Euro ist der reinste Hohn und eine Farce. Das ist moderner Ablasshandel, mit dem sich die Klima-Heiligen von der ÖVP ein reines Gewissen erkaufen wollen", erklärte Spalt abschließend.

"Null-Sterne-Hotel"

Ein Sprecher Totschnigs betont indes, man sei mit einer vergleichsweise kleinen Delegation zur Klimakonferenz COP30 nach Brasilien gereist. Mit zehn Mitgliedern plus Minister sei es die kleinste der vergangenen Jahre gewesen (COP29: 13 Leute, COP28: 14).  Vor Ort habe man in in einem "brasilianischen Null-Sterne-Hotel" genächtigt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.01.2026, 21:19, 27.01.2026, 13:29
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