Diese Aktion hätte sich ein bisher unbescholtener Landwirt auch sparen können: Als sein Bruder in eine Verkehrskontrolle geriet, eilte der 43-Jährige zu Hilfe. Dabei platzte ihm wohl der Kragen. In weiterer Folge schlug er auf ein Polizeiauto ein.
Dafür musste sich der Mann nun am Grazer Strafgericht verantworten. In der Verhandlung zeigte sich der Landwirt reumütig, wie die "Kleine Zeitung" berichtet. "Es steht eh außer Frage, dass ich es getan habe", so der 43-Jährige.
Auslöser sei demnach gewesen, dass der Bruder des Angeklagten in eine Verkehrskontrolle geriet und dabei eine Diskussion mit dem einschreitenden Beamten begonnen habe. Er habe den Polizisten geraten, sich lieber mit der Corona-Aufarbeitung zu beschäftigen.
Der Beschuldigte habe seinen Bruder "in Gefahr gesehen" und sei daher dazwischen gegangen. Dabei habe er jedoch mit der Faust auf die Windschutzscheibe des Einsatzfahrzeugs eingeschlagen. Diese habe einen Sprung davongetragen.
"Wissen Sie, was in den letzten Jahren passiert ist? Wir haben durch die Impfung viele Leute verloren", rechtfertigte sich der Landwirt in der Verhandlung. Er würde wenigstens für seine Fehler geradestehen, "der Staat nicht", sagte der 43-Jährige.
Sein Handeln bezeichnete der Beschuldigte heute als "unnötig". Schlussendlich erhielt der Beschuldigte eine Diversion. Insgesamt muss der Landwirt eine Strafe von 1.200 Euro zahlen. Er zeigte sich damit einverstanden.