Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland hat ihre Empfehlung für die Basisimpfung gegen Corona aufgehoben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am Donnerstag in Berlin bekannt, dass die Empfehlung entsprechend angepasst wurde. Begründet wurde das damit, dass mittlerweile mehr als 95 Prozent der Erwachsenen nach einer Corona-Infektion oder Impfung eine breite Immunität haben. Diese schützt gesunde Erwachsene in der Regel gut vor schweren Krankheitsverläufen.
Gleichzeitig gehen die Spitalsaufnahmen und Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit dem Ende der Pandemie laufend zurück. Bisher hat die Stiko empfohlen, mindestens drei Kontakte mit dem Virus – durch Impfung oder Infektion – zu haben, um eine Basisimmunität zu erreichen. Laut der aktuellen Einschätzung ist das jetzt nicht mehr notwendig. Das gilt auch für Frauen im gebärfähigen Alter sowie für Schwangere ohne Vorerkrankungen oder Komplikationen in der Schwangerschaft.
Für besonders gefährdete Gruppen wird weiterhin eine jährliche Auffrischungsimpfung im Spätsommer oder Frühherbst empfohlen. Diese Standard-Auffrischung richtet sich nun an Menschen ab 75 Jahren – vorher lag die Altersgrenze bei 60 Jahren. Angeraten wird die jährliche Impfung auch für Menschen mit Vorerkrankungen, Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie medizinisches Personal, etwa auf Intensivstationen.