Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat neue unbemannte Missionen zum künftigen Aufbau einer Mondbasis angekündigt. Die vier Missionen in Zusammenarbeit mit drei US-Unternehmen, die Mondroboter entwickeln, haben ein Gesamtbudget von umgerechnet rund 525 Millionen Euro, wie die NASA am Dienstag mitteilte.
Sie ergänzen weitere Missionen, welche die NASA bereits im Mai angekündigt hatte. Geplant ist, Nutzlasten wie wissenschaftliche Instrumente zum Mond zu transportieren, die den Weg für den Bau ebnen sollen.
Zuletzt hatten die Mondambitionen der NASA durch die Explosion einer New-Glenn-Rakete des Unternehmens Blue Origin von Milliardär Jeff Bezos einen herben Rückschlag erlitten. NASA-Vertreter zeigten sich am Dienstag dennoch optimistisch:
Sie würden "andere Optionen" in Betracht ziehen, um die von Blue Origin entwickelte Mondlandefähre zu starten, falls die New-Glenn-Rakete nicht rechtzeitig eingesetzt werden könne. Darüber hinaus plant die NASA eigenen Angaben zufolge, in diesem Jahr "mindestens eine Mission" über ein anderes Unternehmen auszuführen.
Um ihren engen Zeitplan einzuhalten, erwägt die NASA unter anderem, einen Marsrover für den Einsatz auf dem Mond umzufunktionieren.
Nachdem die NASA jahrelang am Bau einer Raumstation in der Mond-Umlaufbahn namens Gateway gearbeitet hatte, kündigte sie im März an, sich künftig auf den Bau einer Basis auf der Mondoberfläche zu konzentrieren. Die Basis ist in der Nähe des Mond-Südpols geplant - das Gebiet ist strategisch wichtig, weil es Wassereis im Boden gibt. Die NASA hatte damals erklärt, dass der Bau 2029 beginnen solle.
Neben den USA hat auch China Mondambitionen und will Menschen zum Mond schicken.