Altkanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag gemeinsam mit dem Künstler Jérémy Queyras ihr offizielles Porträt im Bode-Museum in Berlin präsentiert. Das Bild wird später einen festen Platz in der Ahnengalerie des deutschen Bundeskanzleramts erhalten.
Bei der feierlichen Enthüllung, die unter großem Applaus stattfand, war auch Merkels Ehemann Joachim Sauer anwesend. Das Porträt bleibt noch bis zum 4. Oktober für die Öffentlichkeit im Museum zugänglich, bevor es in die Porträtgalerie des Kanzleramts übersiedelt.
Wie "l'essentiel" berichtet, kommentierte Merkel die Ehrung mit ihrem typischen Humor: „Da häng’ ich dann eben.“ In einem Interview mit der Zeit sagte sie: „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird.“
Für das Gemälde stand Merkel dem jungen deutsch-französischen Künstler Queyras seit Sommer des vergangenen Jahres mehrmals Modell. Der 28-Jährige porträtierte sie in einem eigens eingerichteten Atelier in Berlin.
Queyras hatte sich bereits 2022 informell für den Auftrag beworben. Nach einem ersten Treffen im Juni 2025 entschied sich Merkel schließlich für ihn. Der Künstler stammt aus Freiburg, studierte in London und Paris und zog für das Porträtprojekt nach Berlin.