Zahlen steigen! Experten haben düstere Corona-Prognose

Ein Patient liegt auf einer Corona-Intensivstation.
Ein Patient liegt auf einer Corona-Intensivstation.Getty Images (Symbolbild)
Die Corona-Zahlen in Österreich schnellen in die Höhe – eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg.

Die Corona-Zahlen in Österreich steigen wieder seit Tagen deutlich an. Alleine am gestrigen Mittwoch wurden mehr als 3.700 Neuinfektionen in 24 Stunden registriert. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Tagen und Wochen zuvor – es war der höchste Wert seit März 2021.

Und mit einer Besserung in den nächsten Tagen und Wochen ist offenbar nicht zu rechnen. Stattdessen dürfte der Trend weiter nach oben gehen. Davon gehen zumindest die Experten des Corona-Prognose-Konsortiums des Gesundheitsministeriums in ihrem aktuellen Bericht aus.

"Systemgefährdende Entwicklung"

Besonders in den Krankenhäusern und den Intensivstationen dürfte sich die Situation dabei zuspitzen. So betont das Prognose-Konsortium, dass eine "systemgefährdende Entwicklung nicht ausgeschlossen" sei. Und zwar dann, wenn der Trend bei den Neuinfektionen anhalte.

Experten rechnen zudem mit stark steigenden Corona-Zahlen im Land. In der kommenden Woche könnte die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner etwa von derzeit 196 (Stand 20. Oktober) auf bis zu 290 steigen. Und das wird sich mit der Zeit auch auf die Belegung der Corona-Patienten in den Krankenhäusern auswirken.

Kanzler besorgt

Laut dem Bundesministerium für Inneres liegen aktuell 962 Erkrankte im Spital, davon kämpfen 218 Patienten auf Intensivstationen um ihr Leben. Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) zeigt sich angesichts der steigenden Zahlen besorgt, am Freitag berät er deshalb mit den Landeshauptleuten.

"Um zu fragen, welche Schrauben müssen wir drehen, um die Zahlen wieder zu stabilisieren und die Impfrate nach oben zu bringen", wird Schallenberg im Ö1-Frühjournal zitiert. Bis zu weiteren Corona-Verschärfungen ist es aber noch ein Stück – diese sind laut Stufenplan nämlich erst ab 300 Intensivpatienten vorgesehen.

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