Zahlen steigen massiv – hier wackelt Gastro-Öffnung nun

Die Corona-Situation in Österreich sei "besorgniserregend", so der Gesundheitsminister.
Die Corona-Situation in Österreich sei "besorgniserregend", so der Gesundheitsminister.ALEX HALADA / picturedesk.com
"Heute" liegen Trendpapiere der Corona-Ampelkommission vor, welche zeigen, dass die angesagte Gastro-Öffnung auf sehr wackeligen Beinen steht.

Nicht nur die Neuinfektionszahlen seien "deutlich im Steigen", auch die hohe Auslastung in den Krankenhäusern sei "besorgniserregend", zeigte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Donnerstag in einer Pressekonferenz alarmiert. Und auch ein "Heute" vorliegendes Arbeitsdokument der Corona-Ampelkommission befeuert die Lockdown-Debatte. Denn gleich in mehreren Bezirken ist ein extrem rascher Anstieg der Infektionszahlen zu erwarten.

8 von 9 Bundesländern "rot"

In der Vorwoche gab es in den Spitälern ein Plus von 10 Prozent an Corona-Patienten, die Intensivbetten-Auslastung stieg sogar um 20 Prozent an. Dies sei eine Situation "wie im letzten Oktober", erklärte Anschober und präsentierte vier neue Corona-Maßnahmen, die "das Ruder herumreißen können" - mehr dazu HIER >>

Drei der neun Bundesländer - Niederösterreich, Salzburg und das Burgenland - sind bei der risikoadjustierten 7-Tagesinzidenz bei über 200 auf 100.000 Einwohner. Kärnten und Wien kratzen daran. Diese Marke wurde von der Kommission vorige Woche als Wert festgelegt, ab dem man sogar die Rücknahme von Lockerungen überlegen sollte.

Einzig Vorarlberg weist eine Inzidenz unter 100 auf (76,5) - sicherlich einer der Gründe, warum im Ländle die Corona-Ampel wohl auch weiterhin orange blinken wird. Blickt man jedoch genauer auf das Trendpapier der Corona-Ampelkommission, zeigt sich, dass die Gastro-Öffnung ab 15. März im westlichsten Bundesland auf wackeligen Beinen steht. 

Gastro-Öffnung auf wackeligen Beinen

Der prognostizierte 14-Tages-Trend zeigt besonders im Großen und Kleinwalsertal einen überdurchschnittlichen Anstieg. Eine Region, die bei einem Kanzlerbesuch im Mai letzten Jahres für wochenlange Schlagzeilen sorgte, nachdem Sebastian Kurz auf eine Schutzmaske, seine Anhänger auf den gebotenen Abstand vergaßen ("Heute" hat berichtet). Doch auch in einigen Regionen Niederösterreichs zeigt der Corona-Trend gefährlich nach oben.

In diesen Bezirken zeigt der 14-Tage-Trend einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen

156 % - Bregenzerwald / Kleinwalsertal (Vorarlberg)

108 % - Großes Walsertal (Vorarlberg)

76 % - St. Pölten (Niederösterreich)

75 % - Liezen (Steiermark)

69 % - Oberpullendorf (Niederösterreich)

64 % - Lilienfeld (Niederösterreich)

57 % - Ried im Innkreis (Oberösterreich)

55 % - Mattersburg (Burgenland)

52 % - Sankt Johann im Pongau (Salzburg)

50 % - Mödling (Niederösterreich)

Doch es gibt auch Lichtblicke. Erstens, sollen die Zahlen "besser nach Ostern werden, wenn die Menschen mehr Zeit im Freien verbringen" können, so der Gesundheitsminister und zweitens, nimmt die rot-weiß-rote Impfkampagne zunehmend an Fahrt auf. Bis zum Sommer sollen in Österreich alle durchgeimpft werden. Doch auch das Trendpapier gibt Zuversicht.

In diesen Bezirken sinkt das Corona-Risiko (14-Tages-Trend):

- 34 % - Reutte (Tirol)

- 12 % - Montafon (Vorarlberg)

- 11 % - Feldkirch (Vorarlberg)

- 10 % - Rohrbach (Oberösterreich)

- 9 % - Innsbruck-Stadt (Tirol)

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