Zankapfel City-Ikea: Wiener Grüne wollen Begegnungszone

Die Wiener Grünen wollen das Gebiet um den neuen City-Ikea am Westbahnhof zur Begegnungszone machen. Von links nach rechts: Mobilitätssprecher Kilian Stark, Klimastadtrat Peter Kraus und Cathy Schneider, Klubobfrau der Grünen in Fünfhaus.
Die Wiener Grünen wollen das Gebiet um den neuen City-Ikea am Westbahnhof zur Begegnungszone machen. Von links nach rechts: Mobilitätssprecher Kilian Stark, Klimastadtrat Peter Kraus und Cathy Schneider, Klubobfrau der Grünen in Fünfhaus.Sabine Hertel
Das fehlende Verkehrskonzept sorgte schon für SPÖ-interne Streitereien. Die Grünen fordern eine Begegnungszone zwischen Gürtel und Gerstnerstraße.

Bereits vor seiner Eröffnung löste das autofreie Möbelhaus am Westbahnhof Zank innerhalb der Wiener SPÖ aus. Zur Eröffnung sollte die Umgebung verkehrsberuhigt werden, daraus wurde aber nichts. Damit umliegende Straßen nicht zugeparkt werden, schlagen die Wiener Grünen eine Begegnungszone zwischen Gürtel und Gerstnerstraße vor. "Wir wollen damit einen mutigen nächsten Schritt gehen, um das Gebiet klimafit und lebenswert zu gestalten. Während Rot-Pink weiterhin blockiert, Chancen verpasst, Autobahnen baut und mit in ihrer Verkehrspolitik zurück in die 70er Jahre geht, wollen wir der Klimakatastrophe rechtzeitig begegnen“, so Klimastadtrat Peter Kraus.

So sieht die Vision der Wiener Grünen für das Gebiet um den neuen City-Ikea am Westbahnhof aus.
So sieht die Vision der Wiener Grünen für das Gebiet um den neuen City-Ikea am Westbahnhof aus.Grüne Wien

Nachrang für Durchzugsverkehr

Aus dem Grätzel soll eine "Grüne Pforte“ gemacht werden: Mit angehobener Fahrbahn, Bäumen und Sitzgelegenheiten soll das Areal zum Ortskern von Fünfhaus werden. Durch den City-Ikea werde das Grätzel zwar aufgewertet, aber: "Die äußere Mariahilfer Straße ist verkehrsplanerisch am Stand der 80er Jahre", heißt es in der Aussendung. Die Gestaltung müsse den Anrainer nutzen und der Durchzugsverkehr nachrangig behandelt werden.

"Stadtregierung muss Kaufkraft in der Stadt halten"

"Besonders wütend“ mache Kraus, "dass der Bürgermeister zwar zur Eröffnung des neuen Möbelhauses geht, die Stadtregierung aber gleichzeitig viele Maßnahmen im Kampf gegen die Klimakatastrophe in der ganzen Stadt stoppt“. Für die Wiener Grünen müssen Klimaschutz und Klimaanpassung nicht nebeneinander stehen.

Eine verkehrsberuhigte Mariahilfer Straße würde beides zusammen bringen: "Begegnungszonen sichern unsere Geschäftsstraßen. Das Möbelhaus selbst bringt über 200 Arbeitsplätze und Frequenz in die äußere Mariahilfer Straße. Die Stadtregierung ist gefordert, diesen Impuls durch eine attraktive Geschäftsstraße zu verstärken um Arbeitsplätze und Kaufkraft in der Stadt zu halten“, so der grüne Mobilitätssprecher Kilian Stark.

"Die erste große Veränderung heißt Freiraum, die Menschen müssen sich bewegen können. Ich muss mich sicher fühlen, wenn ich die Straße überquere“, fasst die Klubobfrau der Grünen Rudolfsheim Fünfhaus, Cathy Schneider, zusammen.

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