ZDF hält nach Latex-Kritik zu Helene Fischer

Ein Latex-Outfit von Helene Fischer stelle die Käuflichkeit von Frauen dar, findet ZDF-Moderatorin Maja Weber. Der Sender distanziert sich von dieser Aussage.

Im Juli 2018 trat Helene Fischer (35) mit ihrer "Spürst du das?"-Tournee im Hamburger Volksparkstadion auf. In diversen Outfits tanzte und sang sie vor Zehntausenden Zuschauern – und eines davon sorgt nun für Aufruhr.

Nachdem das ZDF vergangenen Samstag Helenes Stadion-Konzert ausgestrahlt hatte, schoss die "heute Xpress"-Moderatorin, Maja Weber (43), bei Twitter scharf gegen die Sängerin und ihre Kleidung.

"Inspiration vom Rotlichtviertel?"

"Findet ein Superstar wie Helene Fischer keine andere Bildsprache als die der Latex-Leder-Mesh-Mode der Reeperbahn? Oder inspirierte das Rotlichtviertel in Amsterdam?", fragte sich Weber.

In einem weiteren Tweet wurde sie noch kritischer: "Ihr Outfit stellt die Käuflichkeit von Frauen dar. Und suggeriert jungen Frauen, dass es ‹wow› ist. Prostitution ist nicht wow und ihre Insignien sind es auch nicht."

ZDF-Moderatorin gegen ZDF-Musikerin

Nach dem Shitstorm, der auf Weber nach ihrem Kommentar einprasselte, äußerste sie sich erneut. Helene hätte die Macht, mit dem "leidigen ‹Sex sells›-Maßstab zu brechen", greife stattdessen in die "Tabubruch-Mottenkiste, in der nun mal auch Latex liegt".

Über die Aussagen der ZDF-Nachrichtenmoderatorin ist man beim Sender nicht erfreut. Schließlich ist auch Helene Fischer seit Jahren eng mit der Fernsehstation verbunden. Seit 2013 hat die Sängerin sogar eine eigene Show im ZDF.

ZDF stellt sich hinter Fischer

Der Sender distanziert sich nach den Tweets von Weber und gab nun gegenüber Bild.de eine Stellungnahme ab.

"Das ZDF teilt in keiner Weise die Meinung von Frau Weber. Wir sind stolz darauf, dass Helene Fischer mit ihren Auftritten und Konzerten im ZDF präsent und erfolgreich ist", so ein Sprecher des Senders.

Das sagen deutsche Prominente zum Latex-Skandal

Bild.de hat sich bei anderen Prominenten nach ihrer Meinung zur Kritik an Fischer erkundigt. So findet Désirée Nick (62) etwa, dass Maja Weber eine "spießige Kuh" sei. "Auf jeder Opernbühne ist inzwischen Leder und Latex zum Klassiker geworden, dazu der Chor barbusig."

Auch Sänger Heino (80) kann der Meinung von Maja Weber nichts abgewinnen. "Es mit Prostitution in Verbindung zu setzen, ist Quatsch. Sie geht ja mit dem Outfit nicht in die Kirche, sondern steht auf der Bühne, da gehört so was heute dazu."

Helene Fischer mache nichts anderes als Madonna oder Lady Gaga, sagt Schauspielerin Susan Sideropoulos (38): "Das gehört doch zur Performance." (kao)

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