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Zecken: Schützt Impfung vor einer Borreliose?

Frühjahr, alle wollen raus ins Freie. Da aber lauern die Zecken. Gegen FSME gibt es eine Impfung. Hilfe die eigentlich auch gegen Borreliose?

Heute Redaktion
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Mateusz Markowicz, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, MedUni Wien berät:

Die Zeckenschutzimpfung schützt vor einer Infektion mit dem Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). FSME kann in seltenen Fällen zu schweren Spätfolgen führen. Alles zum Thema Zeckenschutzimpfung auf netdoktor.at

Infektion des Nervensystems

Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Borrelien verursacht wird. Beide Krankheitserreger werden durch dieselbe Zeckenart übertragen. Die häufigsten Krankheitserscheinungen der Lyme-Borreliose sind die Wanderröte, die sich einige Tage nach dem Zeckenstich auf der Haut ausbreitet, und die Neuroborreliose, die Infektion des Nervensystems.

Es gibt auch chronische Formen der Borreliose, diese sind aber weitaus seltener. Derzeit gibt es keine Impfung gegen Lyme-Borreliose. In Österreich werden Neuerkrankungen auf 50.000 pro Jahr geschätzt. Zecken können auch andere Krankheitserreger übertragen, wie Rickettsien, Anaplasmen oder Rückfallfieber-Borrelien, die bei uns nur selten Infektionen beim Menschen hervorrufen. (cnn)