Zehnjährige nach Felssturz vermisst

Ein Felssturz hat am Montagnachmittag ein junges Mädchen auf der ostdeutschen Insel Rügen in die Tiefe gerissen. Die Zehnjährige wird auch Stunden nach dem Unglück noch vermisst.

Nach Angaben von Helfern war das Kind mit seinen Eltern unterwegs, als plötzlich der Boden unter ihren Füßen wegsackte und in die Brandung stürzte. Die Mutter wurde bei dem Weihnachtsspaziergang schwer verletzt. Der Vater erlitt leichte Verletzungen.

Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises verletzte sich eine weitere Frau mit einem Kind bei dem Felssturz und wurde in eine Klinik eingeliefert. Bei dem Küstenabschnitt unweit der beiden Leuchttürme von Kap Arkona handle es sich nicht um Kreidefelsen, sondern um eine normale Steilküste, sagte die Sprecherin.

Auf Deutschlands größter Insel Rügen kommt es immer wieder zu unkontrollierbaren Abbrüchen der Steilküste. Der verregnete Sommer hat die Gefahr nach Angaben von Geologen vergrößert.

Im August dieses Jahres war es zum größten derartigen Vorfall seit neun Jahren gekommen; ein 100 Meter langer und 70 Meter hoher Abschnitt eines Felsens stürzte ins Meer.

Spaziergänge unter dem Kliff können deshalb gefährlich sein. Die Behörden wollen den 13 Kilometer langen Küstenabschnitt mit Steilküste jedoch nicht sperren.

APA/red.

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