Zehntausende Tunesier setzten Zeichen gegen Terror

Eine Woche nach dem blutigen Anschlag mit insgesamt 22 Todesopfern setzten die Tunesier am Sonntag ein deutliches Zeichen gegen Terrorismus. Zehntausende zogen in einem Protestmarsch zum Bardo Nationalmuseum und gedachten dort der Opfer. Auch die Regierungschefs von Frankreich und Italien nahmen teil.
Eine Woche nach setzten die Tunesier am Sonntag ein deutliches Zeichen gegen Terrorismus. Zehntausende zogen in einem Protestmarsch zum Bardo Nationalmuseum und gedachten dort der Opfer. Auch die Regierungschefs von Frankreich und Italien nahmen teil.

Zu der Kundgebung hatten unter anderem tunesische Gewerkschaften aufgerufen. Zehntausende Tunesier nahmen an dem Gedenkmarsch für die Opfer des Anschlags teil. Slogans wie "Freies Tunesien, Terrorismus raus", "Vereint gegen den Terror" oder "Wir haben keine Angst" waren auf Plakaten zu lesen.

Die Menge marschierte zum Bardo Nationalmuseum, dem Ort des blutigen Anschlags, das am Montag wieder geöffnet werden soll. Der französische Präsident Francois Hollande und der italienische Premier Matteo Renzi reisten zur Gedenkveranstaltung an. Sie wurden vom tunesischen Staatschef Staatschef Beji Caid Essebsi empfangen.

Die Zahl der Anschlagsopfer war am Wochenende auf 22 angestiegen. Eine Französin war eineinhalb Wochen nach dem Attentat im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen.

Schlag gegen Jihadisten-Miliz

Das tunesische Innenministerium meldete, dass Sicherheitskräfte in der Gebirgsregion Sidi Aich neun Kämpfer der islamistischen Okba-Ibn-Nafaa-Brigade - darunter auch deren Anführer - getötet hätten. Die Jihadistengruppe, die mit dem Al-Kaida-Netzwerk verbündet ist, soll laut der tunesischen Regierung für den Anschlag verantwortlich sein, obwohl sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" dazu bekannt hatte.

 
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