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Zelda: Symphony of the Goddesses war pure Magie

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:21

The Legend of Zelda als Konzert - ein Traum für alle Videospielfans. Was aber da am Mittwoch in Wien über die Bühne ging, war auch für alle anderen Musikliebhaber ein so seltenes wie faszinierendes Ereignis. Für einen einzigen Abend verwandelte sich die Stadthalle zum Schauplatz einer atemberaubenden Multimedia-Vorstellung bei "The Legend of Zelda - Symphony of the Goddesses". Hardcore-Fans kamen im Kostüm, aber auch Musikliebhaber kamen auf ihre Kosten.

- ein Traum für alle Videospielfans. Was aber da am Mittwoch in Wien über die Bühne ging, war auch für alle anderen Musikliebhaber ein so seltenes wie faszinierendes Ereignis. Für einen einzigen Abend verwandelte sich die Stadthalle zum Schauplatz einer atemberaubenden Multimedia-Vorstellung bei "The Legend of Zelda - Symphony of the Goddesses". Hardcore-Fans kamen im Kostüm, aber auch Musikliebhaber kamen auf ihre Kosten. 

2012 gestartet, ist es ein äußerst exklusives Event, da die Konzerte nur jeweils für eine Nacht in einer Stadt über die Bühne gehen und schon zur nächsten ziehen. Nach Österreich verschlug es "Symphony of the Goddesses", wie die Konzerttour mit einem rund 90-köpfigen Ensemble in Bezug auf die Göttinnen der Zelda-Spielereihe genannt wird, überhaupt zum allerersten Mal. Den tollen Musikern wurde die Stadthallen-Akustik leider nicht immer gerecht. 

Der Inhalt ist dafür umso gewaltiger: Sound aus 30 Jahren "The Legend of Zelda" ist zu hören. Bei Melodien aus "Ocarina of Time", "The Wind Waker", "Twilight Princess", "A Link to the Pat" oder "Link's Awakening" erleben Fans nicht nur Musik der Spitzenklasse, sondern durchleben noch einmal ihre liebsten Spielemomente der Serie. Wer das Spiel in der Vergangenheit nicht selbst gespielt hatte, bekam Lust darauf, denn der Soundtrack beweist, dass musikalische Innovation nicht nur auf der Bühne und im Kino stattfindet. 

Bunter Mix an Fans - kurzfristige Upgrades in Wien

Diese Fans zeigen sich in Form von Besuchern im Alter von 40 Jahren aufwärts und alt genug, bereits das erste "The Legend of Zelda" im Jahr 1987 gespielt zu haben. Sie sind es, die mit leuchtenden Augen ihren Begleitungen ins Ohr flüstern - wohl die Spiele-Momente schildern, die die Musik erinnerlich macht. Zumindest zu gleichen Teilen zieht das Konzert aber auch Zuschauer an, die nur den Klängen wegen kommen - auch sie sollten nicht enttäuscht werden. In Wien war das Publikum ein wenig jünger als im Ländervergleich. Vielleicht war auch das einer der Gründe, warum die Stadthalle einfach nicht voll werden wollte. Bei Kartenpreisen von bis zu knapp 100 Euro sparten wohl viele lieber fürs nächste Studiensemester. Davon profitiert haben Fans, die billigere Tickets kauften und kurzfristig upgegradet wurden, um die unteren Ränge zu füllen. 

Das Konzert selbst ist eine perfekt abgestimmte Kombination aus Spielszenen auf der Großleinwand und den Klängen des Orchesters. Über zwei Stunden lang belieferten die brillant eingespielten Musiker das Publikum mit einer illustren Reise durch die Welt von The Legend of Zelda. Die Vorführung fühlte sich weit länger an, was zumeist ein Zeichen von Langeweile ist, in diesem Fall aber genau das Gegenteil war. Die Zuhörer versanken in den Melodien des Adventures, verloren das Gefühl für Zeit und Raum.

Musik top, Projektion mau

Jeder, der auch nur mal für ein paar Momente ein Zelda-Game angezockt hat, dürfte wohl dem Zauber der Konzertreihe erlegen sein. Die Spielereihe war immer für tolle Musik bekannt, diese Live-Orchester-Veranstaltung hebt das Erlebnis aber weit mehr in die Höhe, als die Melodien über Lautsprecher auf Konsolen und Handhelds wiedergegeben zu bekommen. Kritik hatten die hinteren Reihen zu äußern - dort klagten einige Besucher über eine eingeschränkte Akustik und unleserliche, weil zu kleine Untertitel. Auch wer perfektes Englisch sprach tat sich oft schwer, den nur kurz eingeblendeten Text bis zum Ende zu lesen. Manche der gezeigten Bilder wiederholten sich im Laufe des Abends. Beim Merchandise-Stand gingen einige Fans enttäuscht weg. Die Auswahl hätte größer sein können, wie manche Fans anhand ihrer mitgebrachten Kostüme bewiesen. 

Für jene, die es aber voll genießen konnten, bedeutete das Konzert nur eines: pure Magie. Während die Tour bereits am Weg nach Genf ist, haben wohl viele einen Wunsch, den sie bereits Minuten nach dem Verlassen der Stadthalle im Kopf hatten: So schnell wie möglich wieder ein Zelda-Game zu spielen und in den Momenten zu versinken, die die Musik nach Jahren wieder freudig in Erinnerung gerufen hat.

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