Nach allerhand Wirbel und Pannen rund um die neue Zentralmatura steht fest: Die Ergebnisse des Probelaufs sind schlechter ausgefallen als im Vorjahr. Vor allem bei den AHS-Schülern ist ein Unterschied zu verzeichnen.
rund um die neue Zentralmatura steht fest: Die Ergebnisse des Probelaufs sind schlechter ausgefallen als im Vorjahr. Vor allem bei den AHS-Schülern ist ein Unterschied zu verzeichnen.
321 AHS und 71 BHS haben sich an dem Probelauf beteiligt. Insgesamt sind 26.500 Schüler in den wichtigsten Fächern angetreten. Zwei Schulen haben die neue Matura in sämtlichen Fächern absolviert. Ab dem nächsten Schuljahr ist die neue Matura für alle AHS verpflichtend, bei den BHS muss sie ab 2015/16 durchgeführt werden.
AHS: Leistung schwächer
Besonders bei den Gymnasien fällt auf, dass die Ergebnisse eine Spur schlechter sind als im Vorjahr. Vergangenes Jahr waren 9,4 Prozent der Arbeiten negativ, dieses Jahr waren es 9,6 Prozent. 19,6 Prozent der Arbeiten waren im Vorjahr sehr gut, heuer waren es nur 19,1 Prozent. In Englisch waren voriges Jahr 89,6 Prozent aller Schüler positiv, diesmal nur mehr 88,6 Prozent. In Deutsch haben 2013 95,1 Prozent der Kandidaten die Matura positiv abgeschlossen, 2014 waren es nur 93,3 Prozent.
BHS: Leistung ähnlich
In den BHS ist bemerkenswert, dass die Leistungen der HAK-Schüler in Deutsch gegenüber 2013 einen Hauch besser geworden sind. Nach einem Notendurchschnitt von 2,57 vergangenes Jahr ist es diesmal 2,23. Die übrigen Leistungen waren ähnlich zum Vorjahr.
Die Ergebnisse beziehen sich nur auf die schriftlichen Klausuren. Durch die mündlichen Prüfungen wird es noch zu Veränderung der Noten kommen. Die Daten der Berufsbildenden Höheren Schulen sind zur Gänze ausgewertet, bei den Allgemein Bildenden Höheren Schulen sind die Daten von Wien und Salzburg noch ausständig.
Über die Unterschiede zwischen der Zentralmatura mit den vom Bundesinstitut für Bildungsforschung erstellten Aufgaben und der früheren Form der Matura, bei der der Klassenlehrer die Klausuren erstellt hat, sagen die Zahlen nichts aus. Systematische Erhebungen hat es vor Beginn der Zentralmatura-Schulversuche nicht gegeben.
Nachdem die Leistungen im Noten-Durchschnitt gerechnet sehr ähnlich ausgefallen sind, findet den Trend erfreulich, "es gibt keine Ausreißer oder Überraschungen". Für sie ist nun ein reibungsloser Ablauf bei der neuen Matura im kommenden Jahr wichtig. "Daher arbeiten wir an einer Evaluierung des heurigen Durchgangs und an einer Bifie-Reform", so Heinisch-Hosek.