Welt

Zentralrat befürchtet "Hass auf Juden und Intoleranz"

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:12

Innerhalb der EU, aber auch innerhalb Deutschlands tobt ein Streit um eine mögliche Limitierung der Aufnahme von Asylbewerbern. Unterstützung erhalten Kritiker vom Merkel-Faymann-Kurs vom Zentralrat der Juden. Dessen Präsident fordert eine Obergrenze bei der Flüchtlingsaufnahme.

Unterstützung erhalten Kritiker vom Merkel-Faymann-Kurs vom Zentralrat der Juden. Dessen Präsident fordert eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen

Wie viele Flüchtlinge kann Österreich, wie viele Deutschland aufnehmen? Über diese Frage wird aktuell heiß diskutiert. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sprach sich am Freitag erneut gegen eine Obergrenze für die Aufnahme von Asylbewerbern aus, CSU-Chef Horst Seehofer kritisierte das scharf. Nun mischt sich der Zentralrat der Juden in die Debatte und stärkt den Merkel-Gegnern den Rücken.

"Hass auf Juden"

"Über kurz oder lang werden wir um Obergrenzen nicht herumkommen", sagte der Zentralratspräsident Josef Schuster der Zeitung "Die Welt". Er plädierte für kontrollierte Zugänge und verwies auf die großen Herausforderungen bei der Integration.

"Viele der Flüchtlinge fliehen vor  und wollen in Frieden und Freiheit leben, gleichzeitig aber entstammen sie Kulturen, in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil ist", so Schuster.

Mehr Homophobie durch Flüchtlinge?

"Denken Sie nicht nur an die Juden, denken Sie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder den Umgang mit Homosexuellen." Schuster führte die Einstellungen weniger auf den muslimischen Glauben zurück, sondern eher auf die Herkunft zahlreicher Asylsuchender aus arabischen Ländern.

"Wenn ich mir die Orte und Länder in Europa anschaue, in denen es die größten Probleme gibt, könnte man zu dem Schluss kommen, hier handele es sich nicht um ein religiöses Problem, sondern um ein ethnisches."

 

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