Auch der dritte Tag der Verhandlung über die Wahlanfechtung vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) brachte Berichte über zu früh geöffnete Wahlkuverts und verfrühte Auszählung.
Rühmliche Ausnahme: der Bezirk Liezen (Stmk.). Dem bescheinigte VfGH-Präsident Holzinger einen „exzellenten Ablauf“ der Auszählung. Für "völlig unvollziehbar" hält dagegen ein Beisitzer aus Kufstein (T) das Wahlgesetz: "Hätten wir es gemacht, wie es im Gesetz steht, hätten wir drei Tage gebraucht." Aufgeschnittene Kuverts gab es auch in Bregenz (Vbg.).
Frage: "Wer hat das getan?" "Der Herr M., ein sehr fleißiger Mann. Er hat schon Sonntag damit begonnen", so ein Beisitzer. Was getan worden sei, wenn beim Entnehmen Kuverts in falscher Farbe entdeckt wurden, fragte ein Höchstrichter eine Ersatzbeisitzerin aus Kufstein: "Hat einer geschrien: 'Bingo'?"