Die brutale Messerattacke in der Senefeldergasse in Wien-Favoriten sorgt weiter für große Verunsicherung. Nachdem mehrere Männer am Dienstagabend auf zwei Personen eingeschlagen und eingestochen haben sollen, melden sich nun Anrainer zu Wort. Einer von ihnen will mit seiner Familie sogar aus dem Grätzl wegziehen.
Der Familienvater schildert, dass die jüngste Gewalteskalation für ihn kein Einzelfall gewesen sei. Nach zahlreichen negativen Erlebnissen habe er den Entschluss gefasst, die Wohngegend zu verlassen.
"Wir planen einen Umzug", sagt der Wiener. Die Familie wolle in eine ruhigere Gegend ziehen. Gleichzeitig zeigt er sich besorgt über die Sicherheitslage in der Bundeshauptstadt: "Allgemein ist es in Wien nicht mehr sicher."
Nach seinen Angaben komme es in dem Grätzl regelmäßig zu Gewalttaten. "Jede Woche" würden sich dort derartige Vorfälle ereignen, schildert der Anrainer. Aus seiner Sicht würden dadurch auch unbeteiligte Menschen gefährdet. Er erklärt zudem, dass man sich im Alltag kaum noch sicher fühle.
Besonders kritisch sieht er die Situation rund um den Markt im Grätzl. "Und beim Markt sollte man gar nicht mehr hingehen. Einfach schlimm, warum die Polizei oder die Regierung nichts unternimmt".
Der Familienvater fühlt sich nach eigenen Angaben von den Behörden alleingelassen. Zum Abschluss formuliert er eine provokante Forderung:
"Wenn die Polizei nichts unternehmen kann, sollen sie zumindest Schilder mit der Aufschrift 'Betreten auf eigene Gefahr wegen Talahons' aufstellen."