"Man muss etwas dagegen tun"

Messer-Attacke in Wien – Ministerin platzt der Kragen

Ein 12-Jähriger soll in Wien-Favoriten mehrere Jugendliche mit einem Messer verletzt haben. Integrationsministerin Bauer spricht nun ein Machtwort.
11.07.2026, 11:30
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Die Polizei wurde am Donnerstag gegen 19.20 Uhr aufgrund einer Schlägerei zwischen Jugendlichen im Wielandpark im 10. Bezirk alarmiert. An der Einsatzörtlichkeit fanden Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten und der Bereitschaftseinheit Wien drei Jugendliche mit Stich- und Schnittwunden vor.

Bursch in Lebensgefahr

Der 15-Jährige, der lebensgefährliche Verletzungen im Brustbereich erlitten hatte, wurde nach notfallmedizinischer Erstversorgung durch die Berufsrettung Wien mit einem Rettungshubschrauber in ein Spital gebracht. Er befindet sich mittlerweile in stabilem Zustand. Die beiden 14- und 16-jährigen Opfer wurden nach erfolgter notfallmedizinischer Versorgung ebenfalls in ein Spital gebracht.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ersten Erhebungen zufolge handelt es sich bei dem Täter um einen 12-jährigen Syrer, der vor Eintreffen der Einsatzkräfte die Flucht ergriffen hatte. Im Zuge der eingeleiteten Sofortfahndungsmaßnahmen konnten Beamte der Sondereinheit WEGA den Tatverdächtigen kurz darauf in der Laaer-Berg-Straße anhalten.

Ministerin will Senkung der Strafmündigkeit

Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Klappmesser, das er während seiner Flucht weggeworfen hatte, konnte im Nahbereich aufgefunden und sichergestellt werden. Der unmündige Jugendliche wurde in eine Polizeiinspektion gebracht und anschließend seiner Obsorgeberechtigten übergeben.

12-Jähriger wollte sich mit Mädchen treffen

Hintergrund der blutigen Auseinandersetzung war die "Ehre" eines minderjährigen Mädchens aus Syrien. Der 12-Jährige hatte die Syrerin auf Social Media kennengelernt und wollte sich mit dieser im besagten Wielandpark treffen. Ihre Brüder kamen zum ausgemachten Treffpunkt mit und wollten den Buben zur Rede stellen. Doch dieser soll direkt zum Messer gegriffen und die Burschen attackiert haben.

Integrationsministerin Claudia Bauer
Sabine Hertel

Angesichts der Attacke eines 12-jährigen Syrers auf drei Landsmänner, plädiert Integrationsministerin Claudia Bauer ein weiteres Mal für die Senkung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre: "Wenn 12-Jährige rauben, vergewaltigen oder auf andere mit Messern einstechen, dann muss man etwas dagegen tun. Ja, Kinder gehören erzogen, aber wenn Erziehung gescheitert ist, dann muss es andere Mittel geben. Was ist das für eine fatale Message an Gewalttäter, wenn ihre Opfer ins Spital geflogen werden müssen und sie unbehelligt zur Mutter nachhause dürfen?".

Das ist mir einfach zu gefährlich"

Man müsse in Fällen wie diesen auch weiterdenken: "Momentan sind Ferien, aber unterm Jahr würde der Täter am Montag wieder in der Schule sitzen neben unschuldigen Kindern. Das ist mir einfach zu gefährlich", so Bauer. Die Fälle hätten sich in den vergangenen Jahren gehäuft, das Zuwarten, dass die Täter endlich 14 Jahre werden, habe sich nicht bewährt.

"Ich halte es mittlerweile für fahrlässig, dass wir hier die Gesetze nicht anpassen. Wir gefährden damit unschuldige Mitschülerinnen und Mitschüler, die sich täglich ein Klassenzimmer mit schweren Gewalttätern teilen müssen", stellt die Integrationsministerin unmissverständlich klar.

{title && {title} } wil,zdz, {title && {title} } Akt. 11.07.2026, 11:33, 11.07.2026, 11:30
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