Kulturstreit

Zoff um Picasso: "Guernica" soll nach Bilbao

Picassos berühmtes "Guernica" sorgt in Spanien für politischen Streit. Das Baskenland will das Kunstwerk vorübergehend nach Bilbao holen.
Heute Entertainment
08.04.2026, 11:36
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In Spanien sorgt Pablo Picassos berühmtes Antikriegsgemälde "Guernica" derzeit für politischen Diskussionsstoff. Die baskische Regionalregierung hat sich dafür ausgesprochen, das Werk vorübergehend nach Bilbao zu holen.

Geplant ist, das Gemälde vom 1. Oktober bis Juni 2027 im Guggenheim-Museum auszustellen. Anlass sind der 90. Jahrestag der ersten baskischen Regierung sowie die Erinnerung an die Bombardierung der Stadt Guernica am 26. April 1937.

Die Story hinter dem Bild

Picasso hatte "Guernica" noch im selben Jahr als Reaktion auf den Angriff durch die deutsche "Legion Condor" gemalt. Die Zerstörung der Stadt und die gezielte Bombardierung der Zivilbevölkerung lösten damals weltweit Entsetzen aus.

Für das Baskenland hat Guernica eine besondere Bedeutung: Die Stadt gilt als historisches Zentrum der baskischen Identität und als Symbol für Freiheit und Selbstbestimmung.

Basken-Präsident Imanol Pradales brachte das Anliegen persönlich in Madrid vor. Unterstützung erhält er aus seiner Region, Kritik kommt jedoch von konservativer Seite. Dort wird betont, "Guernica" habe eine gesamtspanische und universelle Bedeutung.

Auch das spanische Kulturministerium zeigt sich zurückhaltend. Man wolle ein so bedeutendes Kunstwerk nicht gefährden. Fachleute des Museums Reina Sofía, in dem sich das Gemälde seit 1992 befindet, raten ebenfalls von einem Transport ab. Sie warnen vor möglichen Schäden durch Erschütterungen, die etwa Risse oder Abplatzungen der Farbschicht verursachen könnten.

Die baskische Regierung fordert nun eine detaillierte Prüfung, unter welchen Bedingungen ein sicherer Transport dennoch möglich wäre.

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