Tausende haben Probleme

Zu kalt für E-Autos? "Reichweite um Drittel reduziert"

Die extreme Kälte setzt Pkw-Lenkern derzeit zu. Was bedeuten niedrige Temperaturen für E-Autos? "Heute"  hat bei einem Experten nachgefragt.

Johannes Rausch
Zu kalt für E-Autos? "Reichweite um Drittel reduziert"
Tesla-Ladestation im Frunpark Asten (Bez. Linz-Land) bei winterlichen Temperaturen. 
"Heute"

Dieser Tage sind Autolenker seit Langem wieder mit extrem niedrigen Temperaturen konfrontiert. Laut ARBÖ gab es am Wochenende zirka 60 Prozent mehr Einsätze als an einem durchschnittlichen Wochenende im November. Wegen Unfällen auf glatter Fahrbahn und nicht funktionierender Wägen waren die Pannenhelfer im Dauereinsatz. 

Eine weitere Folge der massiven Schneefälle: Die Kälte brachte am Montagmorgen zahlreiche Batterien zum Erliegen. Viele Fahrzeuge konnten außerdem wegen eines zugefrorenen Treibstofffilters oder ausflockendem Diesel nicht mehr starten. Doch wie sieht es speziell im Bereich der Elektromobilität aus? Wie hart trifft der heftige Wintereinbruch Lenker eines E-Autos? Wie wirken sich Minusgrade auf die Batterie bzw. auf den Ladevorgang aus? "Heute" hat einen Fachmann gefragt.

"Die Reichweite der Batterie von einem E-Auto ist bei kalten Temperaturen um zirka ein Drittel reduziert", erklärt Rupert Brugger, Techniker und Schulungsleiter von ARBÖ.

Die Reichweite der Batterie von einem E-Auto ist bei kalten Temperaturen um zirka ein Drittel reduziert.
Rupert Brugger
ARBÖ-Mitarbeiter
Minus 14 Grad sind eine Herausforderung für Mensch und Auto.
Minus 14 Grad sind eine Herausforderung für Mensch und Auto.
"Heute"

Auswirkungen der Kälte auf E-Autos

  • Reichweite: "Zwei Aspekte sind hier wichtig: Erstens hat der Wagen im Winter einen höheren Wärmebedarf. Beim E-Auto ist aber nicht die Abwärme vom Motor vorhanden. Zweitens: Wegen chemischer Prozesse in der Batterie kommt weniger Energie heraus und diese langsamer", so Brugger.
  • Langsameres Laden: "Bei diesen kalten Temperaturen ist schnelles Laden für E-Autobesitzer fast utopisch. Der Grund dafür: Die chemischen Umwandlungsprozesse dauern länger." Der Ladeprozess dauert länger, weil die Batterie erst die richtige Temperatur erreichen muss. Daher sollten Lenker in dieser Jahreszeit mehr Zeit einplanen. 
"Bei diesen kalten Temperaturen ist schnelles Laden für E-Autobesitzer fast utopisch": ARBÖ-Experte Rupert Brugger.
"Bei diesen kalten Temperaturen ist schnelles Laden für E-Autobesitzer fast utopisch": ARBÖ-Experte Rupert Brugger.
ARBÖ

Aktuelle Zahlen
Im Oktober waren in Österreich insgesamt 148.000 rein elektrisch betriebene Pkws gemeldet. Für Oberösterreich sind die aktuellsten Daten aus 2022: 21.800 rein elektrisch betriebene Wagen, 23.320 Benzin-Elektro-Hybride und 7.230 Diesel-Elektro-Hybride.
Quelle: ARBÖ

Müssen ARBÖ-Mitarbeiter derzeit vermehrt ausrücken, weil E-Autos nicht mehr weiterfahren können? "Nein. Wenn es Einsätze gibt, dann aus denselben Gründen wie bei Benutzern eines Verbrennungsmotor. Die Besitzer von Elektrofahrzeugen sind schon auf extreme Kälte sensibilisiert. Der E-Wagen sticht hier statistisch nicht hervor", erklärt Brugger. Es komme auch nicht vor, dass der Akku "leergefahren" werde.

    <strong>02.03.2024: "Dschihad betreiben": Bordell-Killer stach 96 Mal zu.</strong> Im Kripo-Verhör sprach der mutmaßliche Dreifachkiller von Wien nun über das Motiv seiner Tat: "Prostituierte stehen unter dem Deckmantel des Satans." <a data-li-document-ref="120023056" href="https://www.heute.at/s/dschihad-betreiben-bordell-killer-stach-96-mal-zu-120023056">Weiterlesen &gt;&gt;</a>
    02.03.2024: "Dschihad betreiben": Bordell-Killer stach 96 Mal zu. Im Kripo-Verhör sprach der mutmaßliche Dreifachkiller von Wien nun über das Motiv seiner Tat: "Prostituierte stehen unter dem Deckmantel des Satans." Weiterlesen >>
    Picturedesk, privat (Montage: "Heute")
    JR
    Akt.