Oberösterreich

Zu viel Gewinn – Energieanbieter muss Millionen zahlen

Paukenschlag! Wegen zu hohem Gewinn muss ein großes Energieunternehmen eine saftigen Betrag zahlen. Die Summe liegt im Millionenbereich.
Oberösterreich Heute
11.09.2023, 15:44
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Das Finanzamt wird sich freuen: Der landeseigene Stromversorger Energie AG aus Oberösterreich wird eine saftige Summe – genannt Übergewinnsteuer – abliefern müssen. 

"Einstelliger Millionenbetrag"

"Wir gehen von einem einstelligen Millionenbetrag aus", erklärt Konzernsprecherin Karin Strobl. Konkret soll es sich um eine Geldsumme zwischen einer Million und 9,9 Millionen handeln. Das betroffene Unternehmen gab noch keine näheren Angaben ab. 

Rund 450.000 Kunden beziehen beim der Energie AG Strom und Erdgas. Die Übergewinnsteuer wird geteilt: Bei Anbietern von fossilen Energieträgern – Gas und Öl – werden Erträge, die 20 Prozent über dem durchschnittlichen Erlös aus den Jahren 2018 und 2021 liegen, zu 40 Prozent besteuert. Nur wenn nachweislich in erneuerbare Energien investiert wird, sinkt der Satz auf 33 Prozent.

Anders bei Strom: Hier liegt die Obergrenze bei 140 Euro pro Megawattstunde. Sie wird auf 180 Euro angehoben, wenn Geld in Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft investiert wird. Alles darüber wird zu 90 Prozent abgeschöpft. Bei Ökostrom-Unternehmen gibt es kein Limit nach oben.

"Die Kunden des Landesversorgers sind abgezockt worden", erklärt SPÖ-Energiesprecher Thomas Antlinger gegenüber dem ORF. Deshalb müsse jetzt eine Rückerstattung zu viel bezahlter Tarife an die Verbraucher folgen. 

Energieanbieter zahlt Kunden Millionen zurück

In einem anderen Bundesland konnte im Streitpunkt der Strompreiserhöhungen 2022 und 2023 eine Einigung erzielt werden: Wegen eines Gutachtens drohte die Arbeiterkammer hier sogar mit einer Sammelklage. Nun wurde ein langjähriges Gerichtsverfahren abgewendet.

Gekostet hat das dem landeseigenen Energieanbieter weitere 39 Millionen Euro. Zuvor wurden die Kunden durch einen neuen Tarif im Juni bereits mit über 100 Millionen Euro entlastet. Jetzt sollen vor allem jene Kunden profitieren, deren Verbrauch höher ist als der von der Strompreisbremse gedeckelte Betrag: An sie werden insgesamt 17 Millionen Euro zurückgezahlt.

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