Am 30. Jänner findet der Akademikerball in der Hofburg statt. Auch heuer fürchtet man Ausschreitungen bei der Gegendemo. Die Gewerkschaft wiederum fürchtet um die Sicherheit der Polizisten.
Beschusssichere Hubschrauber, mehr gepanzerte Fahrzeuge und neue Scharfschützengewehre für die Polizei wünscht sich das Innenministerium im Anti-Terror-Konzept. Bei alltäglicheren Dingen herrscht noch größerer Nachrüst-Bedarf.
Denn: Für den Einsatz der Polizei bei der Demo gegen den Akademikerball fehlen Schutzhelme in Standard-Größen. Immerhin sollen ja mehr als 2.000 Polizisten aus ganz Österreich die Sicherheit in der Wiener City am Ball-Abend garantieren.
"Polizisten, die Helme haben und nicht bei der Demonstration im Einsatz sind, müssen diese abgeben. Kollegen, die rund um die Hofburg Dienst tun, fassen sie dann aus. Das führt zu Tohuwabohu", kritisiert FPÖ-Polizeigewerkschafter Werner Herbert. Es sei ein "Skandal" und "grob fahrlässig für die Sicherheit der Beamten", dass nicht jeder von ihnen einen eigenen Helm habe, so Herbert weiter.
Und: Auch bei Unterziehwesten gebe es "große Ausstattungsprobleme". Das lässt die Worte von Polizeipräsident Gerhard Pürstl in neuem Licht erscheinen. Dieser hatte angekündigt, dass die Polizisten heuer angehalten würden, den Helm nicht zu tragen, wenn nicht unbedingt notwendig – zur Deeskalation ….