Zufallsmord an Joggerin geplant: 2 Männer vor Gericht

Landesgericht und Staatsanwaltschaft in Feldkirch (Archivfoto)
Landesgericht und Staatsanwaltschaft in Feldkirch (Archivfoto)Ernst Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com
Zwei junge Männer wollten eine Joggerin vergewaltigen und töten– sie bestreiten das. Am Donnerstag findet in Feldkirch (Vbg.) der Prozess statt.

Ihr furchtbares Vorhaben wurde zum Glück nie Realität. Trotzdem muss sich am Landesgericht Feldkirch (Vbg.) ein Duo (19, 20) verantworten. Die ungewöhnliche Anklage lautet: Verbrecherisches Komplott gegen ein Zufallsopfer. Denn schon allein die Verabredung zu einem Mord ist nach österreichischem Recht strafbar.

Am 10. März sollen sich die beiden Arbeitslosen über Chat-Nachrichten am Handy verabredet haben. Der Plan: An einer uneinsehbaren Uferstelle am Bodensee (Vbg.) eine zufällig vorbeikommende Joggerin zu vergewaltigen, danach die Frau mit vereinten Kräften zu ermorden.

Männer bestreiten: "Meinten es nicht ernst"

Der beschuldigte Österreicher (20) und sein deutscher Bekannter (19) bekannten sich vor Gericht "nicht schuldig". Sie hätten die Tat niemals begehen können, meinten sie. "Die WhatsApp-Nachrichten waren nur zur Belustigung und nicht ernst gemeint." Den Männern drohen bis zu fünf Jahre Haft. Für den älteren der beiden Angeklagten wurde zudem eine Einweisung beantragt. 

Am Nachmittag wurde bekannt, das beide Angeklagten freigesprochen wurden.

Hilfe für Betroffene

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

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