Die deutsche Lokführergewerkschaft hat im aktuellen Kollektivvertragsstreit mit der Deutschen Bahn erneut einen Streik ausgerufen. Ab Donnerstag (8. März) zwei Uhr früh soll im Personenverkehr in unserem Nachbarland alles still stehen – und zwar bis Freitag (9. März) 13 Uhr. Genau 35 Stunden lang also, denn die Gewerkschaft fordert eine 35-Stunden-Woche.
Im grenzüberschreitenden Verkehr trifft das einmal mehr auch Österreich. Seitens der ÖBB heißt es vorerst, man informiere laufend auf der Website und in der Scotty-App, welche ÖBB-Verbindungen betroffen seien – sobald man die Informationen habe. Die Bahn ersucht die Fahrgäste, "nicht dringende Reisen auf einen früheren oder späteren Zeitpunkt zu verschieben".
Die private Westbahn ist von dem Streik nicht betroffen. "Unsere Züge fahren zu 100 %", bestätigt das Unternehmen auf "Heute"-Anfrage. Das heißt: Wer am Donnerstag oder Freitag von Wien mit dem Zug nach München fahren will, muss bei der Westbahn mit keinen Ausfällen rechnen. Zehn Westbahn-Züge verkehren täglich auf der Strecke Wien-München – je fünf pro Richtung.
Fahrgäste mit einem Fernverkehrsticket der ÖBB oder der Deutschen Bahn können die Westbahn-Züge zwischen Salzburg und München an den Streiktagen ohne Zusatzkosten nutzen. Für die Strecke von Salzbug bis Wien zahlen diese Fahrgäste dann 50 Euro, bis Linz kostet es 25 Euro. Diese Tickets sind nur im Zug erhältlich.
Nach dem 35-Stunden-Streik könnte der Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn aber noch weiter gehen. Lokführer-Gewerkschaftschef Claus Weselsky kündigte weitere Streiks an, die aber nicht mit dem sonst üblichen Vorlauf von 48 Stunden angekündigt würden.