Ein Regionalexpress auf dem Weg von Aachen nach Hamm in Nordrhein-Westfalen ist in der Nacht auf Samstag mit Betonplatten auf den Gleisen zusammengestoßen. Alle 309 Passagiere blieben unverletzt und konnten mit einem Ersatzzug ihre Reise fortsetzen.
Der Lokführer entdeckte gegen Mitternacht zwischen Kamen-Methler und dem Bahnhof Kamen plötzlich Gegenstände auf den Schienen. Er leitete sofort eine Notbremsung ein, konnte die Kollision aber nicht mehr verhindern. Der Zug war danach nicht mehr fahrbereit.
Wie n-tv.de unter Berufung auf dpa berichtet, geht die Polizei davon aus, dass Unbekannte mehrere Betonplatten und eine Metallstange mutwillig auf die Gleise gelegt haben. Die Platten seien zuvor von einem Kabelschacht neben der Bahnstrecke entfernt worden. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.
Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Einen politischen Hintergrund schließt die Polizei nicht aus. Der Tatort befindet sich in der Nähe einer Unterführung.
Wer verdächtige Personen an der Bahnstrecke gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalwache zu melden. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Anschläge auf Bahnstrecken in Deutschland.