Zug statt Flug: Diese AUA-Routen fallen jetzt wohl weg

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech und Lufthansa-Chef Carsten Spohr
AUA-Chef Alexis von Hoensbroech und Lufthansa-Chef Carsten Spohrpicturedesk.com
Die AUA ist gerettet! Österreichs Fluglinie bekommt 600 Millionen Euro. Wie im Deal mit der Regierung vereinbart wurde, muss die AUA ökologischer fliegen.

Die Bundesregierung und die AUA-Mutter Lufthansa haben sich auf ein Rettungspaket für die durch die Corona-Krise angeschlagene Fluglinie geeinigt. Insgesamt 600 Millionen werden für die AUA bereitgestellt, davon 450 Millionen vom Staat, in Form von Finanzhilfen und Krediten. Im Gegenzug wird der Zugverkehr ausgebaut und das 1-2-3-Ticket kommt, "Heute" berichtete.

Keine AUA-Flüge mehr zwischen Salzburg und Wien

Flugtickets müssen mindestens 40 Euro kosten. Auch soll die AUA mehr auf ökologische Nachhaltigkeit setzen. Wenn die Zugfahrt zum Wiener Flughafen "deutlich unter drei Stunden" beträgt, dann soll eine Verlagerung auf die Bahn erfolgen. Laut AUA-Geschäftsführer Alexis von Hoensbroech wurden in den Verhandlungen keine bestimmten Kurzstrecken erwähnt, die gestrichen werden müssen. "Wir schauen uns das jetzt genau an", so der Deutsche.

Wie Salzburgs Klimareferent LHStv. Heinrich Schellhorn (Grüne) am Montagabend in einer Aussendung bekannt gab, soll es keine AUA-Flüge mehr von Wien nach Salzburg geben. "Zusätzliche Zugverbindungen können diese Kürzeststrecken schnell, komfortabel und klimafreundlich ersetzen. Ich bin froh, dass hier die Zeichen der Zeit erkannt werden", so Schellhorn. 

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Flüge von Wien nach Linz wurden schon vor längerer Zeit bei der AUA eingestellt. Und sobald der Semmering-Basistunnel fertig ist, könnte auch Graz – Wien nicht mehr von AUA-Fliegern bedient werden.

Ab Juli wieder Langstreckenflüge

Am 15. Juni nimmt die Airline wieder ihren Flugbetrieb auf. Die ersten Flieger werden unter anderem nach London, Paris und Brüssel fliegen. Neben europäischen Destinationen steht auch Tel Aviv am Plan. Ab Juli werden auch wieder Langstreckenflüge nach Bangkok, Chicago, New York und Washington durchgeführt.

Bis aber das Flugniveau vor der Krise wieder erreicht werden kann, wird es rund drei Jahre dauern, meinte Alexis von Hoensbroech. Mit dem Rettungspaket könne man jedoch den Großteil der Arbeitsplätze erhalten. Die Mitarbeiter bleiben aber vorerst in Kurzarbeit. 

Was die Corona-Regeln an Bord betrifft, versicherte der AUA-Chef, dass alle Plätze im Flugzeug besetzt werden. Es herrscht jedoch eine Maskenpflicht für Passagiere.

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