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Zugführer hielt an, öffnete Türen für Rauchpause

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:24

Seit elf Jahren darf man in Schweizer Zügen nicht mehr rauchen - am Mittwoch hielt der Führer des Intercity zwischen Zürich und Genf aber kurzerhand den Zug an und öffnete für eine Zigarettenpause die Türen.

Der Intercity sei wegen eines Wagendefekts bei einem vorausfahrenden Zug eine Stunde lang stillgestanden, berichtet ein Leser des Schweizer Nachrichtenportals 20 Minuten. Dann habe er plötzlich wieder Fahrt aufgenommen und sei in einen Bahnhof zurückgefahren. Dort kam es zu der ungewohnten Meldung: "Über die Lautsprecheranlage wurde uns mitgeteilt, dass es jetzt eine Raucherpause gebe", so der Leser.

"Durchsage ist ungeschickt"

Die Türen seien aufgegangen und die Raucher hätten die Zigaretten gezückt. Der Zug sei dann weitere zehn Minuten stillgestanden. Nicht okay, findet der Pendler: "Gegenüber den Nichtrauchern finde ich das inakzeptabel." Markus Meury, Sprecher der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und Drogenprobleme, sagt: "Die Durchsage ist ungeschickt. Man hätte die Pause ja anders ankündigen können. Wie zum Beispiel zu sagen, es gebe jetzt die Möglichkeit, frische Luft zu schnappen." Das hätte sicher auch die Nichtraucher gefreut, meint er.

Weil der Streckenunterbruch länger gedauert habe, habe der Zugchef den Fahrgästen die Möglichkeit gegeben, am Bahnhof auszusteigen und allenfalls eine kurze Zigarettenpause zu machen, hieß es seitens der Schweizer Bahn. "Dies teilte er den Passagieren per Lautsprecherdurchsage mit." Bei absehbar längeren Unterbrüchen in einem Bahnhof liege es im Ermessen des Zugchefs, ob er die Türen öffne oder nicht.

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