Noch immer sitzt der Schock tief: Am Dienstag krachten zwei Züge in der Nähe von Bari frontal ineinander. 27 Menschen starben, 52 sind verletzt, jetzt wird fieberhaft nach der Ursache gesucht. Die Polizei ermittelt jetzt unter anderem gegen die Bahnhofsvorsteher.
Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um . Die betroffene eingleisige Zugstrecke hat kein automatisches Warnsystem. Die Lokführer werden wie vor 60 Jahren telefonisch von den Stationschefs über entgegenkommende Züge informiert. Ein Ausbau der Strecke wurde wegen Finanzprobleme verschoben, das war wohl auch einer der Gründe für das Unglück. An diesem Tag hatte noch dazu, einer der beiden Züge einige Minuten Verspätung. Vielleicht hat ein Stationschef zu spät reagiert oder ein Signal ignoriert.
Ermittlungen laufen derzeit unter anderem gegen die Bahnhofsvorsteher von Andria und Corato, von wo aus die Züge abgefahren sind. Fünf Staatsanwälte sollen jetzt die Unfallursache finden.
Das Begräbnis der Opfer sei für Samstagvormittag geplant. Die Toten sind alle Italiener. In der Stadt Andria, aus der die meisten Opfer stammen, wurde eine dreitägige Trauer ausgerufen.