Schon wieder ist es passiert: In der Nacht auf Dienstag (31. März) krachte ein Auto in den Garten einer Familie in Liebenfels (Ktn.). Am Morgen danach zeigt sich das ganze Ausmaß: Der Zaun ist niedergewalzt, ein geparktes Auto schwer beschädigt und im ganzen Hof liegen Trümmer verstreut – berichtet die "Kleine Zeitung".
Der Unfallhergang lässt sich anhand der Spuren gut nachvollziehen. Ein bislang unbekannter Fahrer kam von der Straße ab, durchbrach den Gartenzaun und erfasste ein abgestelltes Auto. Dieses wurde zur Seite geschoben, bevor der Wagen auch noch in die Garagenmauer krachte. Trotz der heftigen Kollision dürfte der Lenker nicht angehalten haben. Stattdessen wendete er im Hof und fuhr einfach davon – obwohl sein Fahrzeug laut Spuren ebenfalls massiv beschädigt gewesen sein muss.
Vom Unfall selbst bekam die Familie nichts mit. Erst Nachbarn berichteten von einem lauten Knall gegen 3.15 Uhr. Auffällig: Es wird vermutet, dass der Fahrer nach dem Unfall sogar noch Trümmerteile eingesammelt hat, bevor er flüchtete. Danach dürfte er in Richtung St. Veit an der Glan unterwegs gewesen sein.
Für die Familie ist der aktuelle Vorfall besonders bitter. Denn es ist nicht das erste Mal – sondern bereits das dritte Mal, dass ein Auto in ihrem Garten landet. Ein früherer Crash hätte sogar noch schlimmer enden können: Damals landete ein Pkw mitten auf der Sandkiste der Kinder. Zum Glück wurde niemand verletzt.
Während damals ein medizinischer Notfall der Auslöser war, dürfte diesmal überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle gespielt haben. Vor allem nachts werde auf der angrenzenden Straße immer wieder stark beschleunigt, berichten die Anrainer. Das Haus liegt direkt an der Ossiacher Bundesstraße (B94), daneben verläuft auch ein Gehweg. Wäre dort jemand unterwegs gewesen, hätte der Unfall dramatisch enden können.
Der Schaden am Zaun, am Auto, an der Garage und an der Pflasterung ist erheblich. Anhand der Spuren gehen die Ermittler davon aus, dass es sich beim Unfallfahrzeug um einen blauen Pkw handelt.
Die Polizei bittet nun um Hinweise. Für die Familie bleibt neben dem Schaden vor allem eines: die Angst, dass es wieder passiert. Drei Mal ist kein Zufall mehr – sondern ein echtes Sicherheitsproblem vor der eigenen Haustür.