Zurück zum Sonntagsbraten!?

Am Dienstag präsentierte Sebastian Bohrn-Mena gemeinsam mit unabhängigen Experten die Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens.
"Die österreichische Bevölkerung ist in Sachen Tierschutz und Konsum schon viel weiter als die Politik", so Sebastian Bohrn-Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens, das 2018 mehr oder weniger startete. Seine Themen seien nicht neu. Sie tauchen seit 20 Jahren immer wieder auf. Ziel sei es, diese Kluft endlich zu schließen. Wie?

Das präsentierte Bohrn-Mena, ehemals "Liste-Pilz"-Mitglied (jetzt "Jetzt"), am heutigen Dienstag gemeinsam mit fünf unabhängigen Experten aus Wissenschaft, Veterinärmedizin, Landwirtschaft, Umweltmedizin und Ethik. Von Tierschutzorganisationen wie Vier Pfoten, WWF oder dem Verein gegen Tierfabriken keine Spur.

"Wir zeigen, was die Mehrheit jetzt schon will"



1. Für eine tiergerechte und zukunftsfähige Landwirtschaft

CommentCreated with Sketch.18 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. 2. Öffentliche Mittel sollen das Tierwohl fördern

3. Mehr Transparenz für Konsumenten

4. Ein besseres Leben für Hunde und Katzen

5. Eine starke Stimme für Tiere

Die Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens verstehen sich als Gesamtkonzept, so Bohrn-Mena. Sie bauen aufeinander auf. "Wir wollen die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung wiedergeben", keine Forderungen stellen, die niemand unterschreibt. Es gehe nicht um radikale Ansichten, wie er betont, sondern um Missstände, die seit Jahren auch von Seiten der Bevölkerung immer wieder angeprangert werden, wie: zu lange Tiertransporte, betäubungslose Kastration bei Schweinen, Schwanz kupieren, Kükentöten, Vollspaltenböden, kein Einsatz von Gentechnik oder Soja, verpflichtende Lebensmittelkennzeichnungen, Verbot für Qualzuchten (Hunde, Katzen), Förderung heimischer Kleinbauern oder Umverteilung von EU-Förderungen.

"Zu viel Fleisch macht krank, das ist wissenschaftlich bewiesen"



Jeder Experte hat einen eigenen Zugang zum Tierschutzvolksbegehren und arbeitet unabhängig auf seinem jeweiligen Fachgebiet. Veterinärmediziner Rudolf Winkelmayer gehen die Forderungen persönlich nicht weit genug. "Tiere sind empfindungsfähig und haben einen Eigenwert. Man muss sie schützen". Doch im Sinne des Tierwohls begrüßt er jede Verbesserung der jetzigen Zustände und unterstützt das Tierschutzvolksbegehren.

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter hält aus gesundheitlicher und wissenschaftlicher Sicht fest, dass man nicht darum herumkommt, den Fleischkonsum zu reduzieren. "Auch wenn Veränderungen immer schwer sind". "Es geht nicht darum, dass jetzt jeder vegan oder vegetarisch wird", so Hutter, "sondern um einen maßvollen Umgang mit Fleisch. Man tut sich mit zu viel Fleisch nichts Gutes, das ist wissenschaftlich bewiesen."

Landwirt Johann Kriechbaum vertritt die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Tierwohl sei ihm "wie allen Kleinbauern" ein Anliegen. Jedoch auch die Transparenz für den Konsumenten und die gerechtere Verteilung von Fördergeldern.

Experten, Tierschutzvolksbegehren:



Sebastian Bohrn Mena, Initiator und Geschäftsführer des Tierschutzvolksbegehrens

Nicolas Entrup, Gründer & Leiter Agentur Shifting Values

Johann Kriechbaum, Landwirt & Obmann der Österreichischen Berg- und KleinbäuerInnen-Vereinigung

Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner & Vorstand „Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt"

Kate Schein, Biologin & Expertin für Mensch-Tier-Beziehungen

Rudolf Winkelmayer, Veterinärmediziner & Sprecher Plattform „Tierärztinnen und Tierärzte für Tierschutz"

"Heute" bei der Präsentration des Forderungskatalogs im Hotel "Le Meridien":



Tierschutzvolksbegehren Forderungen
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(mp)

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