"Zutritt nur für Geimpfte" – Kritik an Hacker-Vorstoß

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker
Gesundheitsstadtrat Peter HackerDenise Auer
Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker will nur noch Vollimmunisierte in Freizeiteinrichtungen lassen. Nun hagelt es Kritik. 

Wiens SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker will eine härtere Vorgangsweise gegen Ungeimpfte. "Es wird kein Weg daran vorbeiführen, dass nur mehr Geimpfte in Freizeiteinrichtungen reinkommen", sagte er zur "Krone". Ungeimpften müsse klar sein, dass die Impfung in immer mehr Bereichen Voraussetzung für den Zutritt sein werde, ergänzte er gestern auf "Heute"-Nachfrage. Auch ein Alleingang Wiens sei nicht auszuschließen.

Vorschlag stößt auf Ablehnung

Zur Seite sprang dem Wiener Stadtrat vorerst nur die steirische ÖVP-Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß: "Der absolut richtige Ansatz." Aber nur, wenn Bund und Länder sich abstimmen, sagte sie zur "Kleinen". Das Burgenland lehnte den Hacker-Vorstoß ab, Niederösterreich will wie die Steiermark eine Bundeslösung. Eher reserviert auch Hackers Chef, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig: Aus seinem Büro hieß es, dass "der Bürgermeister seine Entscheidungen nur auf Basis von Experten-Gesprächen trifft". Das gelte für alle Ideen. Von der Bundesregierung hieß es nur: "Kein Kommentar."

Heftige Kritik kam von Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp. Er sprach von einem "Skandal" und sagte, Hacker wolle "nicht geimpfte Personen vom gesellschaftlichen Leben aussperren"

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