Fünfsatz-Thriller

Zverev holt bei French Open ersten Grand-Slam-Titel

Alexander Zverev hat es bei den French Open endlich geschafft – und seinen ersten Major-Titel gewonnen. Im Paris-Finale schlug er Flavio Cobolli.
Sport Heute
07.06.2026, 19:44
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Alexander Zverev hat die French Open gewonnen und den ersten deutschen Grand-Slam-Sieg im Männer-Einzel seit Boris Becker vor 30 Jahren gefeiert. Der Hamburger setzte sich in einem umkämpften Finale gegen den Italiener Flavio Cobolli 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 durch. Im 41. Anlauf jubelte Zverev erstmals über einen Triumph bei einem der vier größten Turniere.

Im vierten Antritt glücklich

Zverev ist der erste deutsche French-Open-Sieger nach Henner Henkel 1937 und der erste deutsche Grand-Slam-Champion im Männer-Einzel seit Beckers Erfolg 1996 bei den Australian Open. Seit Beginn der Open-Era 1968 ist der Tokio-Olympiasieger nach Becker (6 Grand Slams) und Michael Stich (1) der erst dritte Deutsche, der sich bei einem Major bei den Männern durchsetzte.

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Zuvor verlor Zverev alle drei Major-Endspiele, bei denen er am Platz stand. 2020 scheiterte er im Finale der US Open gegen Dominic Thiem, obwohl er in Sätzen bereits mit 2:0 in Führung lag. Und auch danach wollte es mit dem großen Coup nicht klappen. Bei den French Open 2024 lag Zverev gegen Carlos Alcaraz wieder mit 2:1 in Sätzen vorne, verlor aber noch die letzten beiden Durchgänge. Klar war die Pleite-Niederlage dann bei den Australian Open 2025. Gegen Jannik Sinner war für den Deutschen nichts zu holen, er verlor glatt in drei Sätzen.

Favoriten-Sterben ebnet Zverev Weg

In Paris fügte sich aber alles für Zverev, der schon mit klaren Titelambitionen an den Start gegangen war. Als in der zweiten Runde Turnier-Topfavorit Sinner und danach auch noch Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic hochüberraschend ausschieden, stieg die deutsche Nummer eins in Abwesenheit des verletzten Alcaraz zum größten Anwärter auf den Triumph auf - und ging mit dem steigenden Druck gut um. Von Runde zu Runde hatte sich Zverev gesteigert - und so sollte auch Cobolli, gegen den er mit einer 3:1-Bilanz ins Duell ging, nicht zum Stolperstein werden. Das Match forderte ihm dann aber alles ab.

Vor der Prominenz um Pharrell Williams, Lenny Kravitz und Eric Cantona begann Zverev stark und dominierte mit seinem Aufschlag. Nach nur 35 Minuten gewann er Satz eins - das sorgte auch bei Oma Natalia in der Box für Begeisterung. Im zweiten Durchgang ließ die Konzentration des Hamburgers aber nach, der vom Publikum angefeuerte Cobolli kam zurück. Zverevs Körpersprache war nun schlecht, immer wieder haderte er und schüttelte den Kopf.

Im dritten Satz war es nun auch ein Kampf gegen die eigenen Nerven, in dem der Favorit die Oberhand behielt. "Let's go!", brüllte Zverev, der dann im vierten Satz körperlich arg kämpfen musste und kurz behandelt wurde. Aber er richtete sich nochmal auf, nahm sein Herz in beide Hände und gewann den so ersehnten Grand-Slam-Titel.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 07.06.2026, 19:53, 07.06.2026, 19:44
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