Bei Australian Open

Zverev tobt – schwerer Vorwurf auf dem Court

Deutschlands Tennis-Star Alexander Zverev schied im Halbfinale der Australian Open aus. Dabei ärgerte er sich über seinen Konkurrenten Carlos Alcaraz.
Sport Heute
30.01.2026, 18:49
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"Er hat Krämpfe, der kann doch kein Medical nehmen. Das ist doch ein absoluter Scheiß", rief der deutsche Topspieler plötzlich aufgebracht im dritten Satz seines Marathon-Halbfinals, echauffierte sich über den Weltranglisten-Ersten.

Beim Stand von 5:4 für den Spanier genehmigte Schiedsrichterin Marijana Veljovic dem Weltranglistenersten eine Behandlungspause. "Das ist unglaublich, das gibt es nicht", sagte Zverev dann zum Oberschiedsrichter: "Ihr protected die beiden. Das kann nicht euer Ernst sein." Damit spielte er wohl auf Alcaraz und Jannik Sinner an, die seinem Empfinden nach von den Veranstaltern besonders behandelt werden.

Becker stimmt Zverev zu

Boris Becker konnte Zverevs Aufregung nach der bitteren 4:6, 6:7 (5), 7:6 (3), 7:6 (4), 5:7-Niederlage in dem 5:27 Stunden dauernden Tennis-Thriller bestens verstehen. "Da hat sich Sascha zu Recht aufgeregt", meinte Becker später bei "Eurosport": "Hätte Alcaraz da weiterspielen müssen, hätte er es vielleicht nicht geschafft und der Sieger hätte Alexander Zverev geheißen."

Auf der Pressekonferenz nach dem Match sagte Zverev, er wolle nicht zu viel über die diskutable Situation sprechen. "Denn ich denke, dass dies einer der besten Kämpfe war, die es jemals in Australien gegeben hat", sagte er: "Es sollte jetzt nicht zum Thema werden."

Becker fühlte nach der Niederlage mit Zverev. "Der hat so gut Tennis gespielt. Mit dieser Form, mit dieser Leidenschaft bin ich sicher, kann er einen Grand Slam irgendwann gewinnen", so der 58-Jährige: "Wenn er die Chance hat, irgendwann wird er sie nutzen." Zverev sei "dran, er klopft an die Tür".

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