Alkohol im Flugzeug ist ein Streitthema unter Reisenden. Während manche den Auftakt oder das Ende der Reise mit einem Gläschen Sekt, Wein oder Bier feiern, bleiben andere lieber abstinent und fühlen sich von Geruch und Laune trinkender Mitreisender gestört. Einer Umfrage zufolge sprechen sich zwei Drittel der Fluggäste für ein Alkohol-Verbot aus.
Da Reisen im Flugzeug oft sehr anstrengend sein können, wünschen sich manche Passagiere ein alkoholisches Getränk, um entspannen und abschalten zu können. Andere wollen den Reiseantritt feiern oder mit ihrem/ihrer Liebsten mit Sekt anstoßen. Auch Flugangst verführt manche Menschen zum Alkoholkonsum.
Vielen anderen Fluggästen stößt der Ausschank von Alkohol im Flieger aber sauer auf. Das Flugvergleichsportal Skyscanner hat daher 6.000 internationale Reisende befragt. Das Fazit: Fast jeder dritte Befragte sprach sich für einen alkoholfreien Flug aus.
Zwei Drittel für Verbot, ein Drittel dagegen
43 Prozent bevorzugen ein Verbot, weil Betrunkene den Flug stören. 20 Prozent sind ebenfalls gegen Alkohol über den Wolken, aber vor allem, weil sie selbst grundsätzlich nicht im Flugzeug trinken. 21 Prozent trinken selbst nicht, wollen es aber anderen nicht verbieten. 16 Prozent konsumieren gerne alkoholische Getränke an Bord. Wie sehen Sie das? Voten Sie bei der "Heute.at"-Umfrage mit!
Prinzipiell verhält es sich mit einem Alkoholverbot in Flugzeugen wie mit einem Verbot in Fußball-Stadien. Ein Verbot verhindert nicht, dass Reisende schon vorher Alkohol konsumieren. Und das ist gerade an Flughäfen, wo Urlauber sich die Zeit bis zum Boarding vertreiben, üblich. Wer viel getrunken hat, wird seine Alkohol-Fahne dann so schnell nicht mehr los.
Einschätzung der Crew entscheidend
Dann kann es auch passieren, das einem der Zutritt zum Flieger verwehrt bleibt. Denn bei den Geschäftsbedingungen vieler Fluglinien ist vermerkt, dass der Transport bei übermäßigem Alkoholkonsum verweigert werden kann. Die Stewards und Stewardessen dürfen nicht das Risiko eingehen, die Sicherheit an Bord zu gefährden. In einem solchen Fall ist nicht nur der Flieger weg, sondern gibt es auch kein Geld zurück.
Eine oft auftauchende Alltagsweisheit lautet, dass sich Alkohol durch den geringeren Luftdruck an Bord schneller im Körper verteilt. Wissenschaftlich bestätigt ist das aber nicht. Bei Langstreckenflügen sollten Sie ganz auf Alkohol verzichten und stattdessen nicht-alkoholische Flüssigkeit zu sich nehmen, um die Wirkung des Jet-Lags nicht zu vergrößern.