Weiterer Schlag für Familie Neuherz aus dem Burgenland: Wie berichtet, lag Mutter Monika (47) nach einer Keiminfektion vier Wochen im Koma und verlor durch eine Blutvergiftung beide Füße sowie die meisten Finger. "Wir dachten, sie ist über den Berg. Aber die Genesung lief nicht ganz wie erwartet. Die Ärzte mussten meiner Frau jetzt auch noch drei Finger an der rechten Hand entfernen", so Ehemann Walter.
Für Monika Neuherz beginnt damit ein schwieriger Weg. "Mindestens drei Monate dauert die Reha. Dabei wird sie lernen, mit Prothesen zuzugreifen", erklärt der Familienvater. Ob seine Frau mit technischen Hilfsmitteln jemals wieder selbst gehen wird, sei ungewiss. "Die nächsten drei bis fünf Jahre werden sicher hart, aber es gibt kein Zurück. Unser Ziel war zu überleben, das haben wir erreicht. Jetzt setzen wir unser Leben Stück für Stück wie ein Puzzle wieder zusammen."
Für Vater Walter heißt es unterdessen zupacken: Er baut das Familienheim behindertengerecht um, damit seine Frau nach ihrer Reha in ein möglichst komfortables Umfeld zurückkehren kann. Für die Bauarbeiten werden Spenden gesammelt. Konto: AT40 3807 1000 0034 8375
Der Leidensweg der Burgenländerin (47) hatte im März mit einem unscheinbaren, aber hartnäckigen Husten begonnen. Nach zwei Wochen verschlechterte sich ihr Zustand rapide, die Mutter zweier Töchter (6, 8) musste ins Spital. Dort erbrach sie Blut und kollabierte. Die Diagnose: Lungenentzündung, septischer Schock, Multiorganversagen. Ein aggressiver Keim war durch den Husten in die Blutbahn geraten.
Vier Wochen lag Monika Neuherz im künstlichen Tiefschlaf. Währenddessen litten ihre Extremitäten unter der schweren Sepsis. Nach und nach mussten die Mediziner beide Unterschenkel und sämtliche Finger entfernen. Erst Ende Mai war endlich klar: Monika kommt durch. "Nur weil sie so sportlich ist, hatte sie überhaupt eine Chance", ist ihr Mann überzeugt.